Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Gaetano Donizetti: "Le convenienze ed inconvenienze teatrali/ I pazzi per progetto" im Opernhaus ZürichGaetano Donizetti: "Le convenienze ed inconvenienze teatrali/ I pazzi per...Gaetano Donizetti: "Le...

Gaetano Donizetti: "Le convenienze ed inconvenienze teatrali/ I pazzi per progetto" im Opernhaus Zürich

Premiere 27.12.2011, 19:00 h. -----

In einem Opernhaus irgendwo in der Provinz probt man eine Oper. Beteiligt sind: Der Komponist, der Librettist, der Impresario, der Bühnendirektor, der Tenor, der Kastrat, die Primadonna samt Gemahl – und die Seconda Donna samt Mutter, Mamm’Agata, deren Erscheinen alles hoffnungslos durcheinander bringt.

Als Beschützerin und Agentin ihrer Tochter fordert sie für diese vom Komponisten eine Erfolgsnummer. Die folgenden Streitereien aller mit allen bringen den Impresario zur Verzweiflung – so dass er gar nicht merkt, dass der Kastrat sich aus dem Staub gemacht hat. Mamm’ Agata stellt sich als Ersatz zur Verfügung – und treibt damit auch noch den Tenor in die Flucht. Dessen Rolle übernimmt Procolo, der Gemahl der Primadonna. Doch das Unheil nimmt seinen Lauf: Mamm’Agata und Procolo erweisen sich als so miserable Sänger, dass der Bühnendirektor die Premiere wegen Unzumutbarkeit verbietet. Das Ensemble ergreift die Flucht: «Sitten und Unsitten des Theaters».

 

Auch in «I pazzi per progetto» wird Theater gespielt: von Oberst Blinval und seiner Ehefrau Norina nämlich, die einige Jahre getrennt waren und sich nun in einem Irrenhaus wieder treffen. Beide werden von unerträglicher Eifersucht gequält und greifen zu drastischen Mitteln, um vermeintliche und tatsächliche Nebenbuhler loszuwerden: Sie spielen ihrem Partner vor, verrückt zu sein, und setzen damit ein wahnsinniges Karussell von Verwechslungen in Bewegung. Mit von der Partie sind ausserdem: ein fahnenflüchtiger Trompeter, der sich als Wunderheiler ausgibt, und Cristina, Ex-Geliebte des Oberst, die versucht, ihrem alten Vormund zu entkommen, der wiederum am liebsten hätte, dass alle glauben, sie sei verrückt, damit er ihre Mitgift einstecken kann...

 

mit deutscher und englischer Übertitelung

 

Dirigent

Paolo Carignani

Inszenierung

Martin Kusej

Bühnenbild

Martin Zehetgruber

Kostüme

Heide Kastler

Lichtgestaltung

Reinhard Traub, Elfried Roller

Choreinstudierung

Jürg Hämmerli

Dramaturgie

Sergio Morabito

Orchester

Orchester der Oper Zürich

 

Mit

Mandy Fredrich (Daria); Anton Scharinger (Agata); Mariana Carnovali (Luigia); Massimo Cavalletti (Procolo), Gezim Myshketa (Biscroma Strappaviscere), Christoph Strehl (Willibald), Thomas Lichtenecker (Pippetto), Morgan Moody (Cesare Salzapariglia), Davide Fersini (Impresario), Paolo Rumetz (Theaterdirektor); Eva Liebau (Norina), Katharina Peetz (Cristina); Davide Fersini (Darlemont), Cheyne Davidson (Blinval), Gezim Myshketa (Venanzio), Ruben Drole (Eustachio), Paolo Rumetz (Frank)

 

Weitere Spieldaten:

Do, 29.12.2011

So, 01.01.2012 Mo, 02.01.2012 Mi, 04.01.2012 Sa, 07.01.2012 Di, 08.05.2012 So, 03.06.2012

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑