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Georg Friedrich Händel, XERXES, Oldenburgisches Staatstheater

Premiere Sa 10. Oktober 2015 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Oldenburger Erstaufführung. -- Der legendäre Perserkönig ist mehr mit Liebeshändeln als mit echten Kriegen beschäftigt: Eigentlich hat er Prinzessin Amastre die Ehe versprochen, doch plötzlich verliebt er sich fatalerweise ausgerechnet in Romilda, die eigentlich glücklich mit seinem Bruder Arsamene liiert ist.

Xerxes nutzt kurzerhand die erstbeste Gelegenheit, um seinen Bruder zu verbannen und somit freie Bahn zu haben. Seine Pläne wiederum kommen Romildas Schwester Atalanta gerade recht, denn sie hat ebenfalls ein Auge auf Arsamene geworfen. Ohne Rücksicht auf familiäre Verbindungen intrigiert man, schmiedet Rachepläne und treibt einander bis an den Rand des Selbstmordes – bis am Ende Amastre den Knoten löst und sich die richtigen Paare wiederfinden: Xerxes und Amastre versöhnen sich und Arsamene findet wieder zu seiner geliebten Romilda. Einzig deren intrigante Schwester geht leer aus.

 

Angesichts der ebenso turbulenten wie amüsanten Handlung der Oper, die die Emotionen nicht nur musikalisch bis in ihre Extreme treibt, ist es heute kaum vorstellbar, dass die Oper bei ihrer Uraufführung im Jahre 1738 am King’s Theatre Haymarket in London zu einem Misserfolg wurde. Händel pflegt in ihr eine für seine Zeit vergleichsweise moderne Musiksprache: Er treibt die Handlung voran, indem er weitgehend auf lange Da-capo-Arien verzichtet, stattdessen kurze Liedformen wählt und Rezitativ und Arie häufig ungewöhnlich eng verzahnt. Zwar erinnert die drastische Komik des Sujets noch an wesentlich ältere Bühnenwerke, doch weist die Vermischung von Buffa- und Seriatönen bereits auf Mozarts Opera buffa voraus. ‚Xerxes‘ lebt von einer äußerst intensiven und dadurch packenden Affektsprache und wurde inzwischen zu einem der beliebtesten Bühnenwerke Händels.

 

Wie bei Händels ,Hercules', der in der vergangenen Spielzeit auf Interesse gestoßen ist, liegt die Musikalische Leitung auch bei ,Xerxes' wieder in den Händen des ausgewiesenen Barockexperten Jörg Halubek. Neben den bereits bekannten Sängerinnen und Sängern des Oldenburgischen Staatstheaters wird das neue Ensemblemitglied, der junge Countertenor Leandro Marziotte (Arsamene), in dieser Produktion erstmals in Oldenburg zu hören sein. Marziotte gewann 2014 sowohl den 1. Preis als auch den Publikumspreis des Wettbewerbs der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. Mit Jakob Peters-Messer zeichnet ein Regisseur für die Inszenierung der Oper verantwortlich, der bereits durch zahlreiche Händel-Inszenierungen auf sich aufmerksam gemacht hat.

 

Oper in drei Akten

Libretto nach Nicolò Minato und Silvio Stampiglia

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Jörg Halubek;

Regie: Jakob Peters-Messer;

Bühne und Kostüme: Markus Erik Meyer;

Dramaturgie: Annabelle Köhler

 

Mit: Nina Bernsteiner/ Valda Wilson, Dana Marbach, Hagar Sharvit, Yulia Sokolik; Leandro Marziotte, Aarne Pelkonen, Tomasz Wija

 

Oldenburgisches Staatsorchester

 

Weitere Vorstellungen: Mi 14. Oktober; Mi 04., Mi 18., Sa 21. November

Soiree: Di 06. Oktober, 18.15 Uhr, Foyer und Großes Haus, Eintritt frei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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