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Giacomo Puccini, "Turandot", Oper Köln

Premiere am Sonntag, den 2. April 2017 um 18 Uhr im StaatenHaus Saal 1, Rheinparkweg 1. -----

Mit »Nessun dorma …« (»Keiner schlafe …« ), den ersten Worten der wohl berühmtesten Tenorarie Puccinis, greift Prinz Kalaf den gleichlautenden kaiserlichen Erlass auf: Bei Todesstrafe sind die Bewohner Pekings dazu angehalten, unter Verzicht auf Schlaf seinen Namen herauszufinden. Der Tatarenprinz hat vermocht, was keinem zuvor gelang: Er hat die drei Rätsel gelöst, die Prinzessin Turandot jedem ihrer Bewerber zu stellen pflegt.

Damit hat er nicht nur unerwarteter Weise seinen Kopf gerettet, sondern auch das Recht erworben, die Prinzessin zu heiraten. Da sich diese, entgegen der Abmachung, dazu nicht wirklich bereitfindet, hat der Prinz ihr – freiwillig, unter erneutem Einsatz seines Lebens – das Ultimatum gestellt, innerhalb einer Nacht seinen Namen herauszufinden …

 

Mit allem hatte Prinzessin Turandot gerechnet, nicht jedoch damit, sich einmal tatsächlich einem Mann ergeben zu müssen. Unter Verweis auf eine sagenhafte Prinzessin, die sich vor Urzeiten nach einer Vergewaltigung das Leben genommen hat, hat sie sich jeglicher Annäherung der Männer bisher erfolgreich entzogen und sich aller Bewerber durch das tödliche Rätselraten entledigt. Nun – zu Beginn der zweiten Hälfte dieser Oper – besteht ihre einzige Chance, »unerkannt« bleiben zu dürfen, darin, den Namen des Prinzen in Erfahrung zu bringen.

 

Es sollte Puccinis letzte Oper bleiben, und in keinem seiner Werke stellt sich die Annäherung des zentralen »Liebespaares« aneinander gefahrvoller und rätselhafter dar als hier. Bis zum Ende geht es einzig darum, die Liebe der Frau zum Erwachen zu bringen.

 

Fragile emotionale Zustände kontrastieren in seiner exotischen, ostasiatisches Flair entfaltenden »Turandot« mit größtmöglicher Kraft- und Prachtentfaltung: Was die Anforderungen betrifft, die dieses Werk stellt – den großen Orchesterapparat, die gewaltigen Massenszenen, die exorbitant hochdramatische Titelpartie betreffend – hat Puccini sich hier so weit vorgewagt wie noch nie.

 

Mit dieser Inszenierung stellt sich die junge, viel beachtete Regisseurin Lydia Steier erstmals in Köln vor. Am Pult steht Maestro Claude Schnitzler, in Köln zuletzt mit Puccinis »Madama Butterfly« und »La Bohème« erfolgreich.

 

Musikalische Leitung Claude Schnitzler

Inszenierung Lydia Steier

Bühne & Video Fettfilm

Kostüme Ursula Kudrna

Licht Andreas Grüter

Chor Andrew Ollivant

Dramaturgie Georg Kehren

 

Mit

Catherine Foster / Mlada Khudoley › Turandot

Alexander Fedin › Altoum

Mika Kares / Lucas Singer › Timur

Martin Muehle / Riccardo Massi › Calaf

Guanqun Yu / Ivana Rusko › Liù

Wolfgang Stefan Schwaiger › Ping

John Heuzenroeder / Ralf Rachbauer › Pang

Martin Koch / Young Woo Kim › Pong

Michael Mrosek › Ein Mandarin

Chor und Extrachor der Oper Köln,

Mädchen und Knaben des Kölner Domchores,

Gürzenich-Orchester Köln

 

Weitere Vorstellungen

Do., 06. April › 19.30 Uhr

Sa., 08. April › 19.30 Uhr

Sa., 15. April › 19.30 Uhr

Mo., 17. April › 18.00 Uhr

Fr., 21. April › 19.30 Uhr

So., 23. April › 16.00 Uhr

Do., 27. April › 19.30 Uhr

Sa., 29. April › 19.30 Uhr

Do., 04. Mai › 19.30 Uhr

So., 07. Mai › 18.00 Uhr

Fr., 12. Mai › 19.30 Uhr

So., 14. Mai › 18.00 Uhr (zum letzten Mal)

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