Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Giuseppe Verdis „Otello“ - Anhaltisches Theater DessauGiuseppe Verdis „Otello“ - Anhaltisches Theater DessauGiuseppe Verdis „Otello“...

Giuseppe Verdis „Otello“ - Anhaltisches Theater Dessau

Premiere 16. September 2017, 19 Uhr. -----

Otello übernimmt das Kommando der venezianischen Flotte in der Verteidigung Zyperns, um sich der Hochzeit mit Desdemona, einer Venezianerin aus altem Adel, würdig zu erweisen. Er gewinnt die maßgebliche Schlacht, darf seine geliebte Desdemona als Gattin in die Arme schließen und wird für seine Verdienste um die Seerepublik gefeiert.

In diesem Moment des Glücks fällt der neidvolle Blick Jagos auf ihn. Jago hat keine Karriere gemacht, er ist Fähnrich geblieben. Der verbitterte Zyniker setzt seine Menschenkenntnis und seine Intelligenz, die ihm nie Glück und Erfolg beschert haben, dazu ein, Otello zu zerstören. Es gelingt Jago, mit der Eifersucht, die er in Otello entfacht, einen Keil zwischen Desdemona und Otello zu treiben. Innerhalb kurzer Zeit fällt alles in sich zusammen, was Otello sich und seiner Umwelt abgerungen hat.

 

Eigentlich wollte Giuseppe Verdi nach Aida keine Opern mehr schreiben. Doch seinem unermüdlichen Verleger Giulio ­Ricordi und dem genialen Arrigo Boito, einem Dichter und Komponistenkollegen, gelang es, den Siebzigjährigen davon abzuhalten, auf seinem geliebten Landgut Sant’Agata die Früchte seines Ruhmes zu genießen. Mit Shakespeares Othello und dem ­Libretto, das Boito daraus erarbeitet hatte, lockten sie Verdi zurück ins Theater. Otello wurde ein Meisterwerk von äußerster dramatischer Dichte und psychologischer Präzision. Die Oper ist eine Explosion von dramatischen und musikalischen Ereignissen, die trotz aller Schau- und Hörlust den Blick direkt in das Innere der Menschen lenkt. So wird Verdis große, vorletzte Oper nach 21 Jahren wieder in Dessau inszeniert.

 

Regie führt Roman Hovenbitzer, dessen Dessauer Inszenierung der deutschen Erstaufführung von „Esclarmonde“ im Jahr 2013 überregional Beachtung fand. Er zeigt Verdis Musikdrama um die von Eifersucht, Rachegedanken und Zynismus geprägte Geschichte des siegreichen Kommandeurs der venezianischen Flotte Otello und seines neidvollen Gegenspielers Jago als Tragödie von äußerster dramatischer Dichte und psychologischer Präzision. Bühnenbildner und Maler Hermann Feuchter zeigt auf der Drehbühne des Theaters, die zu den größten Deutschlands zählt, eine Welt, die Jagos Triebkraft des Zerstörerischen als gestalterisches Mittel nutzt und Bilder von großer malerischer Kraft schafft.

In der dritten Spielzeit in der Intendanz von Johannes Weigand steht Verdis Oper am Anfang einer Reihe von Produktionen, die Shakespeares Dramen für unsere Zeit deuten.

 

Libretto von Arrigo Boito nach William Shakespeares Tragödie »Othello, der Mohr von Venedig«

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung Markus L. Frank

Inszenierung Roman Hovenbitzer

Bühne Hermann Feuchter

Kostüme Judith Fischer

Chorleitung Sebastian Kennerknecht

KinderchorDorislava Kuntscheva

DramaturgieFelix Losert

 

Otello, Mohr, Befehlshaber der venezianischen FlotteRay M. Wade, Jr.

Jago, FähnrichKS Ulf Paulsen

Cassio, HauptmannKwonsoo Jeon

Rodrigo, edler VenezianerDavid Ameln

Ludovico, Gesandter der Republik VenedigMichael Tews

Montano, Vorgänger Otellos in der Statthalterei von ZypernKostadin Argirov

Ein HeroldTomasz Czirnia/Cezary Rotkiewicz

Desdemona, Otellos GemahlinKS Iordanka Derilova

Emilia, Jagos GattinRita Kapfhammer

 

Opernchor des Anhaltischen Theaters Dessau

Extrachor des Anhaltischen Theaters Dessau

Kinderchor des Anhaltischen Theaters Dessau

Anhaltische Philharmonie Dessau

 

Samstag, 16.9.2017 — 19 Uhr, Großes Haus

Samstag, 23.9.2017 — 17 Uhr, Großes Haus

Sonntag, 8.10.2017 — 17 Uhr, Großes Haus

Freitag, 10.11.2017 — 19.30 Uhr, Großes Haus

Sonntag, 26.11.2017 — 16 Uhr, Großes Haus

Dienstag, 26.12.2017 — 17 Uhr, Großes Haus

Samstag, 3.2.2018 — 17 Uhr, Großes Haus

Sonntag, 18.2.2018 — 16 Uhr, Großes Haus

Samstag, 24.3.2018 — 17 Uhr, Großes Haus

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑