Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Henrik Ibsen, EIN VOLKSFEIND, Mainfranken Theater Würzburg. -----Henrik Ibsen, EIN VOLKSFEIND, Mainfranken Theater Würzburg. -----Henrik Ibsen, EIN...

Henrik Ibsen, EIN VOLKSFEIND, Mainfranken Theater Würzburg. -----

Premiere: 19. Januar 2013 I 19.30 Uhr I Großes Haus. -----

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Badearzt Dr. Stockmann, der sich lange Zeit für den Ausbau seiner Heimatstadt zu einem Badeort eingesetzt hat. Plötzlich findet er heraus, dass das Heilbad wegen Konstruktionsmängeln mit verseuchtem Wasser versorgt wird.

Das veranlasst ihn, Alarm zu schlagen. Zunächst wird sein Vorhaben von Presse und Bürgerschaft unterstützt, da diese hoffen, dass der Skandal einen Wechsel der politischen Machtverhältnisse mit sich bringt. Doch mit der Offenlegung der hohen Kosten, die auf die Gemeinschaft zukommen, ändert sich auch die Stimmung, so dass sich Stockmann und seine Familie allein den Anfeindungen der Stadtbevölkerung ausgesetzt finden.

 

Ibsens Ein Volksfeind ist ein Paradebeispiel für das harte Schicksal eines Einzelkämpfers, der sich allein gegen die öffentliche Meinung und das Diktat von Wirtschaftlichkeit und Kapitalismus stellt. Das Stück zeigt auf, wie Überzeugung und Eigeninteresse im politischen Diskurs aufs Engste miteinander verflochten sind und wie leicht die öffentliche Meinung durch die Medien manipuliert werden kann. Ibsen setzt sich kritisch mit dem Mehrheitsprinzip der Demokratie auseinander und stellt dar, dass der Kampf für die Wahrheit genauso pervertieren kann, wie eine Politik, die sich nur pragmatisch an Sachzwängen und Machtinteressen orientiert. Dennoch lässt es sich Ibsen nicht nehmen, den einsamen Streiter Stockmann mit viel Augenzwinkern darzustellen.

 

Regisseur Andreas von Studnitz wurde 1954 in Bonn geboren. Nach einem Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule in München war er ab 1979 an verschiedenen deutschen Theatern als Schauspieler und Regisseur tätig: unter anderem am Schauspielhaus Bochum, am Theater Dortmund, am Landestheater Neuss, an den Westfälischen Kammerspielen Paderborn und am Landestheater Tübingen. Von 1991 bis 1997 war er Oberspielleiter des Schauspiels am Lübecker Theater, wo er zahlreiche Inszenierungen realisierte. Ab 1998 arbeitete von Studnitz als freischaffender Regisseur und inszenierte unter anderem am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt, am Schauspiel Bonn, an den Bühnen Köln, am Staatstheater Wiesbaden, am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Volkstheater Wien und am Staatstheater Nürnberg. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist von Studnitz Intendant des Theaters Ulm.

 

Inszenierung Andreas von Studnitz

Bühne und Kostüme Malve Lippmann

Dramaturgie Roland Marzinowski

 

MIT:

Doktor Tomas Stockmann Matthias Breitenbach a. G.

Frau Stockmann Antje Widdra a. G.

Petra, ihre Tochter Anna Gesewsky a. G.

Peter Stockmann, Bürgermeister Rainer Appel

Morten Kiil Max De Nil

Hovstad Kai Christian Moritz

Billing Kai Markus Brecklinghaus

Kapitän Horster Boris Wagner a. G.

Buchdrucker Aslaksen Georg Zeies

 

 

 

 

 

 

 

Kartenvorverkauf:

Theaterkasse im Mainfranken Theater Würzburg, Theaterstraße 21, 97070 Würzburg

Telefon: 0931/ 3908-124 | karten@theaterwuerzburg.de | www.theaterwuerzburg.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑