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"Im Wald ist man nicht verabredet" von Anne Nather im Münchner Volkstheater

Premiere am 13. März 2013 um 19.30 Uhr | Kleine Bühne. -----

Simon ist todkrank. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Anton, der ihn pflegt, hat er sich in den Wald zurückgezogen, um in Ruhe zu sterben. Eines Tages steht Elsie im Uhrschrank – eine junge Frau mit Sehnsucht nach rotem Faden im Leben und auf der Suche nach einer festen Bleibe für ihre flexible Biografie.

In die Symbiose der beiden Brüder aber fügt sich Elsie ebenso ein, wie sie sie auch durcheinander bringt. Zugleich bringt sie eine Dynamik in das Leben des abgelegenen Waldhauses, von der man ahnt, dass sie die Dinge nachhaltig verändern wird. Am Ende ist Simon tot, und keiner weiß, ob es ein Unfall oder doch Selbstmord war. Anton aber bastelt im Keller des Hauses weiter unermüdlich an seiner überdimensionierten Skulptur, die niemals fertig werden wird – doch da ist Elsie schon längst auf dem Weg zum Ball der schlechten Herzen.

 

Anne Nather, geboren 1985 in Wolfhagen/Kassel, ist Absolventin des Studiengangs Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Sie nahm 2008/09 im Autorenlabor am Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Leitung von Thomas Jonigk teil. 2008 fand eine Werkstattinszenierung ihres Kurzstücks ,Dilettantendisko‘ im Rahmen der Deutschlandsaga an der Schaubühne Berlin statt.

 

Regisseurin Mareike Mikat (*1978 in Frankfurt/O.) studierte 2003-2007 an der „Ernst Busch“ Hochschule für Schauspielkunst Berlin Regie. Seit 1998 realisiert sie Inszenierungen u. a. am Staatstheater Kassel, am Theater unterm Dach, an der Volksbühne in Berlin und am Maxim Gorki Theater Berlin. Mit ihrer Dip-lominszenierung „Sauerstoff“ von I. Wyrypajew schloss sie ihr Studium 2007 ab. Am Thalia Theater Halle inszenierte Mareike Mikat 2007 /2008 als Hausregisseurin u.a. „Ein Sommernachtstraum“ und „Der Widerspenstigen Zähmung“. In Heidelberg inszenierte sie 2007 - 2010 u.a. „Ulzanas Rache“ von David Lindemann, „Antigone“ von Sophokles, „Erklär mir Liebe“ und „Gegen die Wand“ von Fathi Akin. Von 2008 bis zum Sommer 2010 ist sie Hausregisseurin am Centraltheater Leipzig. An der dortigen Skala inszenierte sie u. a. die deutschsprachige Erstaufführung von "Juli" von Iwan Wyrypajew und wurde damit zum Festival Radikal Jung 2009 eingeladen. Im April 2011 inszeniert sie mit „Homo faber“ ihr erstes Stück am Schauspiel Stuttgart, dem 2012 „Roberto Zucco“ von Bernard-Marie Koltès folgte. Im September 2011 inszenierte sie am Ballhaus Ost „Alien - Die Wiedervereinigung“ zusammen mit der Gruppe „Das Helmi“. Am Staatstheater Braunschweig in-szenierte sie 2012 mit „Goldherz“ zum ersten Mal. Zuletzt erarbeitete sie für das Badische Staatstheater Karlsruhe 2012 „Der Gastfreund / Die Argonauten“ von Franz Grillparzer als Volkstheaterprojekt.

 

Regie und Bühne: Mareike Mikat

Kostüme: Katharina Müller

 

Mit: Oliver Möller, Leon Pfannenmüller, Mara Widmann

 

 

 

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