Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Iván Pérez – Neuer künstlerischer Leiter im Tanz am Theater HeidelbergIván Pérez – Neuer künstlerischer Leiter im Tanz am Theater HeidelbergIván Pérez – Neuer...

Iván Pérez – Neuer künstlerischer Leiter im Tanz am Theater Heidelberg

Mit Beginn der Spielzeit 2018|19 übernimmt der spanische Choreograf Iván Pérez die künstlerische Leitung des neuen Dance Theatre Heidelberg am Theater und Orchester Heidelberg. Nach seiner Karriere als Tänzer beim Nederlands Dans Theater machte Pérez sich rasch einen Namen in der zeitgenössischen niederländischen Tanzszene.

Unter dem Dach eines der größten Produktionshäuser für Tanz in den Niederlanden, dem Korzo Theater, entstanden in den vergangenen sechs Jahren emotional kraftvolle und körperliche Choreografien wie „Kick the Bucket“, „Hide And Seek“, „Exhausting Space“ sowie „Waiting for the Barbarians“, wobei Letzteres eine Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Michiel de Regt war.

 

Doch auch weit über die niederländischen Grenzen hinaus war Iván Pérez in den letzten Jahren mit seinen Choreografien zu sehen. Er arbeitete erfolgreich mit internationalen Kompanien wie dem Ballet Moscow in Russland oder der Compañía Nacional de Danza in Madrid, Spanien. Für die renommierten Balletboyz aus London choreografierte er bereits 2015 das Stück „Young Men“, welches unter anderem im namenhaften Sadler’s Wells Theatre in London aufgeführt wurde. In einer Spielfilmfassung gewann das Werk dieses Jahr die Auszeichnung Rose d’Or und einen Golden Prague.

 

Eine weitere bedeutende Kooperation führte Pérez nach Taiwan, wo seine Arbeiten mit dem Dance Forum Taipei auch im National Theatre Taipei zu erleben waren. Unter großer Anerkennung von Publikum und Fachkritik gründete er in den Niederlanden 2016 seine eigene Company INNE. Das erste Stück „The Inhabitants“ feierte beim Operaestate Festival in Italien seine Premiere.

 

Intendant Holger Schultze ist besonders stolz, dass er diesen international renommierten Ausnahmechoreografen für Heidelberg gewinnen konnte. Er ist überzeugt, dass damit die Erfolge der Tanzkompanie, die er mit Beginn seiner Intendanz hier wieder fest verankert hat, weiter fortgeschrieben werden und dem Publikum zahlreiche interessante, spannende Tanzabende präsentiert werden. Er freut sich darauf, dass mit Iván Pérez das Renommee des Tanzes weit über die Landesgrenzen hinausstrahlen wird.

 

„Ich habe vor, das Dance Theatre Heidelberg als einen kreativen und innovativen Umschlagplatz innerhalb der globalen Tanzwelt zu positionieren“, so Pérez. Dafür wird er beispielsweise mit inspirierenden neuen Partnern aus den Bereichen Tanz, bildender Kunst und Musik sowie der soziologischen und naturwissenschaftlichen Forschung kooperieren. Er möchte Verbindungen mit Bildungseinrichtungen eingehen, um auch tanztheoretische Forschung und Kommunikation über und mittels Tanz zu fördern sowie vorhandene Beziehungen mit nationalen und internationalen Theatern ausbauen.

 

Sein künstlerisches Team, mit dem er in Heidelberg eng zusammenarbeiten wird, setzt sich aus dem mehrfach ausgezeichneten australischen Choreografen James Batchelor als seinem Assistenten und der jungen Leipziger Dramaturgin Jenny Mahla zusammen. Gemeinsam werden sie die Visionen von Pérez verwirklichen, die einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Anliegen und Potentiale der Millennium-Generation legen.

 

Derzeit ist der Choreograf mit seiner neuesten Arbeit „Becoming“ in den Niederlanden und London auf Tour. Im nächsten Jahr wird er, bevor er im September 2018 in Heidelberg startet, mit dem Ballett der Pariser Oper arbeiten und diese Kreation auch in New York zeigen.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritikenund theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑