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„Jugend ohne Gott“, Bühnenadaption des Romans von Ödön von Horváth, Salzburger Landestheater

Premiere 14. April 2011, 19.00 Uhr. -----

 

Ödön von Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ beschäftigte ihn buchstäblich bis zu seinem Tod. 1937 in Henndorf bei Salzburg geschrieben, wurde dieses Buch – unmittelbar nach seinem Erscheinen in einem Amsterdamer Emigrantenverlag – zu einem Sensationserfolg.

 

Thomas Mann hielt es für das „beste Buch der letzten Jahre“ und der Filmproduzent Robert Siodmak plante eine Verfilmung. Unmittelbar nach ihrer letzten Begegnung in Paris starb Ödön von Horváth, der von einem herabstürzenden Ast auf den Champs Elysées erschlagen wurde.

 

„Jugend ohne Gott“ ist das Portrait eines Geschichtslehrers, der durch seine Kriegserfahrungen als Jugendlicher den Glauben an Gott verloren hat, und der nunmehr den Glauben an die Jugend verliert. Seine Schüler empfindet er als rückgratlose, im Strom der diktierten öffentlichen Meinung mitschwimmende Wesen. Ein Freund prophezeit, das „Zeitalter der Fische“ werde anbrechen, kalte Zeiten, in der die menschliche Seele so unbeweglich werden würde wie das Antlitz der Fische. So ist sie, die Jugend, das fühlt der Lehrer resignierend.

 

In einem Zeltlager geschieht ein Mord an einem seiner Schüler. Der Lehrer ahnt seine Mitschuld, doch er schweigt und wird so in einen Kriminalfall verwickelt, der sein eigenes Gewissen prägt. „Es gibt nichts Entsetzlicheres als eine schreibende Hur“, beschrieb Horváth die Idee seines Projekts in einer Skizze aus dem Nachlass. „Ich geh nicht mehr auf den Strich und will unter dem Titel ‚Komödie des Menschen’ fortan meine Stücke schreiben, eingedenk der Tatsache, daß im Ganzen genommen das menschliche Leben immer ein Trauerspiel, nur im einzelnen eine Komödie ist.“

 

Inszenierung Carl Philip von Maldeghem

Bühne und Kostüme Christian Floeren

Dramaturgie Bettina Oberender

 

Der Lehrer Christoph Wieschke

Der Bürgermeister | Der Staatsanwalt |

Ein Diener | Ein Kommissar Marco Dott

Der Pfarrer | Der Alte Gero Nievelstein

Der Feldwebel | Der Direktor | Julius Caesar

Gerhard Peilstein

Herr N | Die Bäuerin | Frau Z Britta Bayer

Die Alte | Der Richter | Frau T Ulrike Walther

Nelly Anna-Sophie Fritz

Der B Ralph Kinkel

Der L Frederik Götz

Der N Nikolaij Janocha

Der T Tim Oberließen

Der Z Sebastian Fischer

Annie Mirjana Milosavljevic

Helene Liza Tzschirner

Eva Anna Christina Einbock

 

Eine Kooperation mit der Abteilung Schauspiel und

Regie der Universität Mozarteum

 

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