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"Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller, Deutsches Theater Berlin

Premiere am 5. Februar 2010, 19.30 Uhr

 

Liebe und Zweifel, Intrige und Tod – Schiller hat mit nur 23 Jahren die Tragödie einer absoluten Liebe zweier junger Menschen geschrieben, die an der Ignoranz der Väter scheitert und als Anklage einer zynischen Gesellschaftsordnungverstanden werden kann.

 

Luise Millerin, ein einfaches Bürgermädchen, liebt Ferdinand von Walter, den Sohn des Präsidenten. Und er liebt sie. Ihre Liebe gerät ins Schussfeld unterschiedlichster Interessen, alles scheint sich gegen die Zwei verschworen zu haben. Intrigen werden gesponnen, Hochzeiten beschlossen, Briefe erzwungen. Luise und Ferdinand, im festen Glauben an das Überleben ihrer Liebe, werden getrieben – in den Zwiespalt, die Lüge, den Widerstand und schließlich bis zum Äußersten. Schiller rechnet in ‚Kabale und Liebe‘ zugleich mit seiner Vätergeneration und dem Absolutismus ab.

 

Heute, da Standesunterschiede keine bedeutende Rolle mehr spielen, ist das Thema der Ab- und Ausgrenzung ganzer gesellschaftlicher Gruppen von zunehmender Brisanz. Wenn sich Machtkonstellationen verstärkt der Kenntlichkeit entziehen, kulturelle Codes nicht eindeutig lesbar sind, fragt sich der Einzelne: Wer bin ich? Wo stehe ich? Was bin ich wert?

 

Regie Stephan Kimmig

Bühne Katja Haß

Kostüme Andrea Schraad

Musik Michael Verhovec

Dramaturgie Juliane Koepp

 

Es spielen

Ulrich Matthes (Präsident von Walter, am Hofe eines deutschen Fürsten), Ole Lagerpusch (Ferdinand, sein Sohn, Major), Elias Arens (Hofmarschall von Kalb), Lisa Hagmeister (Lady Milford, Favoritin des Fürsten), Alexander Khuon (Wurm, Haussecretär des Fürsten), Matthias Neukirch (Miller, Stadtmusikant oder, wie man sie an einigen Orten nennt, Kunstpfeifer), Claudia Eisinger (Luise, dessen Tochter), Maria Wardzinska (Sophie, Kammerjungfer der Lady)

 

06. Februar 2010, 19.30 Uhr,

11. Februar 2010, 20.00 Uhr,

23. Februar 2010, 20.00 Uhr

 

 

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