Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Kammeroper nach August Strindberg: »Fräulein Julie« in HamburgKammeroper nach August Strindberg: »Fräulein Julie« in HamburgKammeroper nach August...

Kammeroper nach August Strindberg: »Fräulein Julie« in Hamburg

Am Samstag, den 20. Oktober 2007, 20.00 Uhr, feiert »Fräulein Julie« in der Opera stabile Premiere. Die Diplominszenierung der Theaterakademie Hamburgvon Ralf Eger findet in Kooperation mit der Theaterakademie Hamburg und der Hamburgischen Staatsoper statt.

»Alles ist sonderbar«, findet Fräulein Julie, die männerfeindlich erzogene Grafentochter. Sie träumt davon, aus luftigen Höhen immer weiter »zu fallen, bis unter den Erdboden«. Sie verliebt sich in ihren Angestellten Jean, der wiederum davon träumt, »an einem großen Stamm bis in die Wipfel hinauf zu klettern«. Genug Potenzial für ein Beziehungsdrama, das sich in August Strindbergs »Fräulein Julie« in einer einzigen Nacht, der Mittsommernacht, abspielt.

 

Aus Strindbergs Drama formte der in Norwegen lebende Komponist Antonio Bibalo eine der meistgespielten Kammeropern des 20. Jahrhunderts. In einem knappen Akkompagnatostil gehalten, bewegt sich die teilweise zwölftönig komponierte Musik nah am dramatischen Verlauf des Stückes entlang und lotet vor allem dessen atmosphärische Dimensionen aus. Bereits 1976, ein Jahr nach der Uraufführung, war Bibalos »Fräulein Julie« in der Opera stabile zu sehen. Nun haben sich Studierende der Theaterakademie Hamburg erneut mit dem Stück auseinandergesetzt.

 

»Fräulein Julie« Kammeroper nach August Strindberg

Eine Diplominszenierung der Theaterakademie Hamburg in Kooperation mit der Staatsoper Hamburg

 

Musikalische Leitung: Eva Caspari

Inszenierung und Bühne: Ralf Eger,

Kostüme: Wiebke Schwegmann

Dramaturgie: Mascha Wehrmann

 

Mit Susanne Wiencierz (Julie), Goetz-Philip Körner (Jean) und Nicole Hoff (Kristin)

 

Aufführungen: 22., 24., 26., 28., 30. Oktober 2007, jew. 20.00 Uhr

 

Vorstellungsort: Opera stabile (Kleine Theaterstraße)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑