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Karlsruhe: Sandkorn-Theaterleiter Siegfried Kreiner wird 70 Jahre alt

Am 09. Februar feiert der Theatermacher und -ermöglicher Siegfried Kreiner seinen 70. Geburtstag. Auf sehr verschiedene Weise hat er seit über fünfzig Jahren das Theater zu seinem Lebensmittelpunkt gemacht. Als Diplompädagoge, Psychologe, Schauspieler, Workshopleiter, Regisseur und nicht zuletzt als Intendant des 1956 von ihm gegründeten Sandkorn-Theaters wurde und wird ihm alles zur Bühne.

Die Karlsruher Schultheaterwoche hat er ebenso ins Leben gerufen wie auch zahlreiche Theaterfestivals organisiert, zum Beispiel in seiner Eigenschaft als Sprecher der Kleintheater Baden-Württembergs. Seit vielen Jahren ist Kreiner als Dozent für Theater und Literatur an der Universität Karlsruhe (KIT) im Rahmen des studiums generale tätig, desgleichen für die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung in Karlsruhe.

 

Viele Gastspielfahrten mit dem Sandkorn führten ihn nach Frankreich, Spanien, Indien, Mexiko, Kanada, Aruba, Marokko, Neuseeland, Südkorea und andere Länder. Bereits während des Kalten Kriegs pflegte er enge Kontakte zu Theaterleuten im damaligen Ostblock, z.B. in der Tschechoslowakei. Besonders eng ist der Kontakt seit Jahrzehnten nach Georgien. Seit über 25 Jahren arbeitet Kreiner dort immer wieder als Regisseur und ist inzwischen an der Technischen Universität Tbilisi regelmäßig Dozent für deutsche Literatur nach 1945 und Theaterwissenschaft. Seit drei Jahren kommt eine Dozentenstelle an der IB Euro-Caucasian University in Tbilisi hinzu. Die Ehrendoktorwürde und Professur stehen sinnbildlich als Auszeichnung für seinen dauerhaften Einsatz in dem Schwarzmeerland. 2007 wurde er außerdem zum Ehrendekan der dortigen Technischen Universität ernannt.

 

Die Leitung des Sandkorn-Theaters wird Siegfried Kreiner in jüngere Hände geben, dennoch bedeutet dies für ihn nicht den Ruhestand. Denn seinen Lehrtätigkeiten wird er weiterhin nachgehen; auch schmiedet er Pläne für weitere Theaterfestivals, zum Beispiel in Spanien. Dass er nun wieder mehr Zeit für seine Familie haben wird, freut seine beiden Enkel sicher am meisten.

 

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