HomeBeiträge
MARIECHEN VON NIMWEGEN - Marienspiel von Bohuslav Martinů mit einem Prolog über «die Klugen und törichten Jungfrauen im MARIECHEN VON NIMWEGEN Marienspiel von Bohuslav Martinů mit einem "Prolog über «die Klugen und törichten Jungfrauen" im StadttMARIECHEN VON NIMWEGEN - Marienspiel von Bohuslav Martinů mit einem Prolog...MARIECHEN VON NIMWEGEN -...

MARIECHEN VON NIMWEGEN - Marienspiel von Bohuslav Martinů mit einem Prolog über «die Klugen und törichten Jungfrauen im MARIECHEN VON NIMWEGEN Marienspiel von Bohuslav Martinů mit einem "Prolog über «die Klugen und törichten Jungfrauen" im Stadtt

PREMIERE: 8. Juni 2019 um 19:30 / Großes Haus

In Bremerhaven besteht die seltene Gelegenheit, «die wahrhaftige und wunderliche Geschichte des Mariechen aus Nimwegen, die über sieben Jahre beim Teufel lebte und mit ihm Umgang pflegte» in der Vertonung Martinůs zu sehen. Dem niederländischen Mysterienspiel aus dem frühen 16. Jahrhundert wird als Prolog die Parabel von den klugen und törichten Jungfrauen aus dem Matthäus-Evangelium vorangestellt.

 

Bohuslav Martinů ist hierzulande ein eher selten gespielter Komponist. Dabei gehört er zu den schillerndsten Musikern des 20. Jahrhunderts. Im gemütlichen Polička als Sohn eines Türmers auf einem Kirchturm geboren und aufgewachsen, zog es ihn schon früh aus der böhmischen Heimat ins wilde Paris der 1920er Jahre. Dort tauchte er schnell in die avantgardistische Kunstszene ein und wurde zu einem ihrer wichtigsten Vertreter. Doch das Heimweh blieb zeitlebens Martinůs treuester Begleiter. Fern der Heimat wurde er sich lebhaft seiner tschechischen Herkunft bewusst und wandte sich einer nationalen, volkstümlichen Ausdrucksweise zu.

Ergebnis dieser Auseinandersetzung sind die aus vier Teilen bestehenden Marienspiele, denen mittelalterliche Mysterien und Mirakel zugrunde liegen. Martinů verfolgte mit ihnen keineswegs religiöse Ziele, sondern wollte das pralle Jahrmarktstheater wiederauferstehen lassen. Er sah diese knappen volkstümlichen Opern-Oratorien durchaus auch als Gegenentwurf zu den Musikdramen Richard Wagners.

Text von Henri Ghéon, Vilém Závada und Vítězslav Nezval / Deutsch von Kurt Honolka

Musikalische Leitung: Ektoras Tartanis
Inszenierung: Ulrich Mokrusch
Bühne & Kostüme: Okarina Peter / Timo Dentler
Choreinstudierung: Mario Orlando El Fakih Hernández
Dramaturgie: Juliane Piontek
Regieassistenz & Abendspielleitung: Edison Vigil
Studienleitung: Hartmut Brüsch
Musikalische Einstudierung: Jorrit van den Ham / Tonio Shiga
Inspizienz: Regina Wittmar

Prolog: Die klugen und törichten Jungfrauen
Erzengel Gabriel: Brigitte Rickmann
Törichte Jungfrau: Patrizia Häusermann
Erster Ölhändler: Vikrant Subramanian
Zweiter Ölhändler: Leo Yeun-Ku Chu
Bräutigam: MacKenzie Gallinger / Victoria Kunze / Patrizia Häusermann / Leo Yeun-Ku Chu

Mariechen von Nimwegen
Prinzipal: Marc Vinzing
Mariechen: Victoria Kunze
Teufel: Vikrant Subramanian
Säufer & Gottes Sohn: Leo Yeun-Ku Chu
Mädchen & Gottes Mutter: Patrizia Häusermann
Maskaron: MacKenzie Gallinger

Opernchor des Stadttheaters Bremerhaven
Extrachor des Stadttheaters Bremerhaven
Philharmonisches Orchester Bremerhaven

Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Oberen Foyer (außer am Premierentag).
Vorstellungstermine
04.06.2019 um 19:00 Uhr Kostprobe (Eintritt frei)
08.06.2019 um 19:30 Uhr
12.06.2019 um 19:30 Uhr
16.06.2019 um 19:30 Uhr
21.06.2019 um 19:30 Uhr
27.06.2019 um 19:30 Uhr

Das Bild zeigt Bohuslav Martinů

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑