Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Kinderoper »Dr. Popels fiese Falle« in HamburgKinderoper »Dr. Popels fiese Falle« in HamburgKinderoper »Dr. Popels...

Kinderoper »Dr. Popels fiese Falle« in Hamburg

Neue Produktion der Reihe »Opera piccola« feiert Premiere

am 4. Februar 2007,17.00 Uhr, Kampnagel, [k2].

Kinderoper von Moritz Eggert nach einem Text von Andrea Heuser Für Kinder ab 8 Jahren.

Ein Superheld aus dem Fernsehen, ein fieser Doktor, dessen Zauberkraft durch Kinderpopel wächst, ein großartiger Prinz, Kinder, die ihre eigene Oper schreiben und ein Mietshaus – oder doch ein riesiger Palast?

 

Der Komponist Moritz Eggert und die Librettistin Andrea Heuser haben bei ihrer Kinderoper »Dr. Popels fiese Falle« jede Menge Phantasie bewiesen. Am 4. Februar 2007 feiert die neue »Opera piccola«-Produktion Premiere – wie immer auf Kampnagel Hamburg, gefolgt von 12 weiteren Vorstellungen im selben Monat.

 

In »Dr. Popels fiese Falle« wird der Komponist zum Protagonisten seiner eigenen Oper: Moritz Eggert wird beauftragt eine Kinderoper zu komponieren. Obwohl er Kinder nicht leiden kann, stimmt er zu – wegen der Aussicht auf eine hohe Gage. Er schlüpft in die Rolle des fiesen Dr. Popel, der durch Kinderpopel seine Zauberkraft stärkt. Mit Hilfe der Trollgomolle verwandelt der unangenehme Zeitgenosse die Nachbarskinder in Gartenzwerge, um sie anschließend zu verkaufen! Doch Dr. Popel hat nicht mit dem Widerstand der Kinder gerechnet: Der zehnjährige Abu und seine Schwester Ola machen es sich zur Aufgabe, ihre Freunde zu befreien. In einem turbulenten Showdown nähert sich die Oper einem Happy End …

 

Rund 60 Schülerinnen und Schüler aus Hamburger Schulen im Alter von neun bis sechzehn Jahren schlüpfen unter der Anleitung von Regisseur Michael Sturm in die Rollen von Abu und Ola, deren Eltern sowie von unzähligen Trollgomollen und Gartenzwergen. »Mir geht es primär darum, dass die Kinder auf der Bühne eine Haltung einnehmen. Damit meine ich zum einen die Körperhaltung – die Darstellung von Gefühlen und Situationen. Zum anderen meine ich damit, dass sie lernen, sich eine Meinung zu bilden und die Dinge hinterfragen – auf der Bühne wie im Leben«, sagt Sturm, der mit »Brundibar« bereits eine Kinderoper für Wien inszenierte und als Opernregisseur unter anderem in Kassel, Dessau, Linz und Prag tätig war. Wie immer wird die Kinderoper in zwei Besetzungen einstudiert: Die Hauptrollen teilen sich Jannik Semmelhaack und Dustin Drosdziok (Abu), Barbara Irrgang und Milena Kahn (Ola) sowie Christian Lange und Imanuel Aurich (Vater) und Hjördis Krüger und Kathleen Campbell (Mutter). Die acht Solisten sind zum Teil erstmals dabei, zum Teil haben sie bereits bei früheren »Opera piccola«-Produktionen mitgewirkt – so etwa der 16–jährige Imanuel Aurich, der in »Cinderella« den Prinz spielte oder die gleichaltrige Kathleen Campbell, die mehrere Figuren in »Der 35. Mai« verkörperte.

 

Für »Dr. Popels fiese Falle« haben sich alle Nachwuchstalente bei der Staatsoper beworben und sind bei Vorsingen im Sommer dieses Jahres ausgewählt worden. Seit September studieren sie nun szenisch und musikalisch ihre Partien. Unterstützt werden die jungen Sänger von zwei erwachsenen Profis: Tom Schmidt singt und spielt den fiesen Dr. Popel, Susanne Sommer die nicht minder hinterlistige Librettistin Frau Hauser. Das Orchester wird von Schülerinnen und Schülern des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters gestellt, die Musikalische Leitung übernimmt Jobst Liebrecht. Der Dirigent und Komponist interessiert sich insbesondere für Neue Musik und hat auf diesem Gebiet mit zahlreichen renommierten Ensembles zusammengearbeitet. Seine CD-Aufnahme von Henzes Märchenoper »Pollicino« wurde mit dem ECHO-Preis 2004 in der Sparte »Klassik für Kinder« ausgezeichnet. In Berlin leitet er seit 2005 das neu gegründete Jugendsinfonieorchester Marzahn-Hellersdorf.

 

Dank des Engagements von der NORDMETALL-Stiftung und Gruner + Jahr kann die erfolgreiche Kinderopernreihe 2007 fortgesetzt werden. »Wir haben uns sehr über die Zusage der NORDMETALL-Stiftung gefreut, auch die kommende ‚Opera piccola«-Produktion zu unterstützen. Gruner + Jahr  und der Stiftung liegt die kulturelle Bildung der Jugend sehr am Herzen – genau wie uns«, sagt Opernintendantin Simone Young. Mit ihrem Engagement verfolgt die Stiftung das Ziel, Kinder und Jugendliche frühzeitig an kulturelle Bildungsinhalte heranzuführen. »Das aktive Musizieren hat einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit und die soziale Kompetenz von Kindern. Wir verstehen die Verbesserung der musikalischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen als Teil einer umfassenden Nachwuchsförderung«, erklärt Dr. Thomas Klischan, Vorstand der NORDMETALL-Stiftung. Gruner + Jahr fördert seit vielen Jahren die Kultur der Hansestadt Hamburg. »Nur wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen für Kultur – sei es nun für Literatur, Musik oder Fotografie – begeistern können, hat Hamburg als Kulturmetropole eine Zukunft«, sagt Achim Twardy, Mitglied des Vorstands bei Gruner + Jahr.

 


Inszenierung: Michael Sturm
Musikalische Leitung: Jobst Liebrecht/ Adrian Kelly (17., 18.2.)
Mitwirkende: Schülerinnen und Schüler aus Hamburger Schulen
Orchester: Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters (ASJ)

 

Weitere Aufführungen: 9.2. (18.00 Uhr), 10.2. (14.30 + 18.00 Uhr), 11.2. (16.00 Uhr), 16.2. (18.00 Uhr), 17.2. (14.30 + 18.00 Uhr), 18.2. (16.00 Uhr), 23.2. (18.00 Uhr), 24.2. (14.30 + 18.00 Uhr), 25.2. (16.00 Uhr)

 

Karten (Erwachsene: 20 Euro, Schüler bis 18 Jahre: 8 Euro) sind an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper (Tel. 040 – 35 68 68) und Kampnagel (Tel. 040 – 27 09 49 49) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 24 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑