Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Komische Oper Berlin: "Idomeneo" von Wolfgang Amadeus MozartKomische Oper Berlin: "Idomeneo" von Wolfgang Amadeus MozartKomische Oper Berlin:...

Komische Oper Berlin: "Idomeneo" von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere 14.05.2011, 19:30 Uhr. -----

Troja ist zerstört, die Kämpfer kehren nach Hause zurück, aber die Götter schenken den Siegern keinen Frieden.

 

 

Die Flotte des Idomeneo gerät auf der Fahrt nach Kreta in einen fürchterlichen Sturm und in seiner Todesangst schwört der König dem Meeresgott, ihm den ersten Menschen zu opfern, der ihm nach seiner glücklichen Rettung begegnet. Dieser Mensch ist sein eigener Sohn Idamantes. Mit einer List versucht Idomeneo, seinem Sohn den Tod auf dem Altar zu ersparen, und bringt dadurch Volk und Reich in größte Gefahr. Endlich erkennt Idamantes, was er zu tun hat, und entschließt sich, sein Leben für den Frieden des Landes und seines Vaters hinzugeben.

 

Die Geschichte des Vaters, der sein eigenes Kind opfern muss, gehört zu den Urmythen der Menschheit. Er liegt auch den biblischen Geschichten von Abraham und Isaak sowie von Jephta und seiner Tochter zugrunde, die in der christlichen Lehre als Aufforderung zur demütigen Unterordnung unter die göttliche Macht gedeutet wurden. Mozart ignoriert diese Tradition und stellt sich ganz auf die Seite der Menschen, die gegen die göttliche Übermacht rebellieren und in der schwersten Bedrückung um die Bewahrung ihrer Würde und Menschlichkeit ringen: Ein Thema, das den jungen Komponisten außerordentlich fasziniert haben muss, denn nie wieder hat er eine Musik von so glühender Leidenschaft, so aufwühlender Kraft und so bestechendem Farbenreichtum komponiert.

 

Libretto von Giambattista Varesco

Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

 

Musikalische Leitung ... Patrick Lange

Inszenierung ... Benedikt von Peter

Bühne ... Annette Kurz

Kostüme ... Annelies Vanlaere

Dramaturgie ... Werner Hintze

Chöre ... André Kellinghaus

Licht ... Franck Evin

 

Idomeneo ... Rainer Trost

Idamantes ... Karolina Gumos

Elektra ... Erika Roos

Ilia ... Brigitte Geller

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑