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"L'Africaine", Opéra von Giacomo Meyerbeer in Gelsenkirchen

Premiere am Sonntag, 20. April 2008 um 18.00 Uhr im Großen Haus

des Musiktheaters im Revier

 

In seinem letzten Bühnenwerk begleitet Meyerbeer seinen Helden Vasco da Gama auf dem Seeweg nach Indien – einen Helden, der neben seiner Ruhmsucht kein anderes Gefühl gelten lässt. Darunter leidet auch die madagassische Königin Sélica, die „Afrikanerin“, die sich in da Gama verliebt hat. Schmerzhaft muss sie erkennen, dass er in ihr wenig mehr als ein exotisches Schaustück sieht.

 

Ein kritischer und zugleich anrührender Blick auf die Frühgeschichte des Kolonialismus, der im 19. Jahrhundert seinen letzten, ruhmlosen Höhe-punkt erreichte. Es war auch das Zeitalter des aufkommenden Nationalismus, in dem die Komponisten auf der fieberhaften Suche nach dem originären Musikstil ihrer Nation waren. Meyerbeer dagegen strebte die Synthese der musikalischen Errungen-schaften Europas an, die er kraft seines Genies in lebendigem Musiktheater zusammenfügen konnte. „Die Politik trennt, die Kunst eint.“, hieß es folgerichtig in der Totenrede auf Giacomo Meyerbeer, der 1864 inmitten der Probenarbeit zur „Afrikanerin“ verstarb.

 

Besetzung:

Musikalische Leitung Samuel Bächli

Inszenierung Andreas Baesler

Bühne Andreas Wilkens

Kostüme Susanne Hubrich

Chor Christian Jeub

Dramaturgie Wiebke Hetmanek

 

Don Pédro Joachim Gabriel Maaß

Don Diégo Nicolai Karnolsky

Inès Leah Gordon

Vasco da Gama Christopher Lincoln

Don Alvar Daniel Wagner

Nélusko Jee-Hyun Kim

Sélika Hrachuhí Bassénz

Oberpriester des Brahma Melih Tepretmez

Anna Nadine Trefzer

Großinquisitor Vladislav Solodyagin

 

Termine: (Datum / Uhrzeit)

20.04.2008 / 18:00; 24.04.2008 / 19:30; 27.04.2008 / 18:00;

08.06.2008 / 18:00; 15.06.2008 / 15:00; 19.06.2008 / 19:30

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