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"La Cenerentola" von Gioacchino Rossini im Landestheater Innsbruck

Premiere 7. November 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus

 

Prinz Ramiro soll eine Frau finden. Daher wird ein Ball veranstaltet, zu dem er – als sein eigener Chauffeur maskiert – die Einladungen selbst verteilt, will er doch die potentiellen Kandidatinnen unbemerkt in Augenschein nehmen.

Als er Angelina, genannt Cenerentola (Aschenbrödel) begegnet, verlieben sich beide auf den ersten Blick ineinander. Trotz des Verbots des Vaters, der ihre Stiefschwestern auf dem Ball an den Mann bringen will, erscheint dort – wie verwandelt und wunderschön – auch Cenerentola. Während die Stiefschwestern vehement um den vermeintlichen Prinzen werben, der niemand anderes als dessen Diener Dandini ist, wählt Ramiro Cenerentola zur Frau. Als er sich zu erkennen gibt, wird ein Märchen wahr und – wie so üblich – haben die bösen Stiefschwestern das Nachsehen.

 

Rossinis neue Oper sollte zur Karnevalszeit 1817 uraufgeführt werden. Der Auftrag dazu kam erst im Dezember des Vorjahres. Innerhalb von 24 Tagen schrieb Rossini die Oper nieder, nicht ohne Anleihen bei eigenen Werken zu machen. So entlieh er z.B. die Ouvertüre aus seiner Oper La Gazetta (1816). Das Libretto stammte von Jacopo Ferretti, der seine Version des Aschenputtel-

Stoffs auf der Grundlage des Märchens von Charles Perault schuf. Da die Zeit knapp bemessen war, übertrug der Komponist sogar zwei Arien und einen Chor seinem Kollegen Agolini. Rasch wurde das neue Werk mit allgemeiner Begeisterung aufgenommen und bereits 1820 gehörte die Oper zum gängigen Repertoire auf den Bühnen in ganz Europa.

 

La Cenerentola ist eine Opera buffa nach einem Märchen, keine Märchenoper im romantischen Sinne. Im Vordergrund stehen skurrile Charaktere und die komischen Elemente wie Verwechslungen und Verkleidungen. Diese Zutaten verwendete Rossini in seinem Meisterwerk und würzte sie mit seiner genialen Musik. Die rasanten Ensembles, charmanten Duette und virtuosen Arien stellen nicht nur höchste Anforderungen an die Sänger, auch die instrumentale Gewittermusik (ganz ohne Schlagwerk!) ist ein musikalischer Leckerbissen für das gesamte Orchester.

 

Kein Komponist aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreute sich eines solchen Maßes an Anerkennung, Reichtum, Popularität oder künstlerischem Einfluss wie Rossini. Seine Zeitgenossen erkannten ihn als den größten italienischen Komponisten seiner Zeit an. Seine Errungenschaften ließen die Opernwelt eines Cimarosa und Paisiello in Vergessenheit geraten, denn er schuf neue Normen, an denen andere Komponisten gemessen wurden. Erst Verdi konnte Rossinis Platz im Zentrum des italienischen Opernlebens übernehmen.

 

Libretto von Jacopo Ferretti

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch

Chefdirigent des TSOI

Inszenierung: Brigitte Fassbaender

Bühne und Kostüme: Bettina Munzer

 

Mit:

Don Ramiro ………………… Nam Won Huh / Martin Mitterrutzner

Dandini ……………………… Costantino Finucci / Daniel Shay

Don Magnifico ……………… Michael Dries / Marc Kugel

Clorinda ………………………Christine Buffle / Susanna von der Burg

Tisbe ………………………… Kristina Cosumano / Anne Schuldt

Angelina ………………………Trine Bastrup Møller / Lysianne Tremblay

Alidoro ……………………… Ulrich Burdack / Sebastian Kroggel

Herrenchor & Extrachor Herren des TLT, Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

 

Choreinstudierung: Jan Altmann

 

Weitere Vorstellungen:

November: 10., 21., 27.

Dezember: 2., 10., 19., 30.

 

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