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Lebensentwürfe - Glücksutopien - die Spielzeit 2008/2009 im Staatstheater Wiesbaden

Den Auftakt der Opernsaison bildet Mozarts Don Giovanni (in Zusammenarbeit mit der Opéra de Rouen, Frankreich), in einer Inszenierung von Carlos Wagner, einem der inte-ressantesten Opernregisseure seiner Generation, musikalische Leitung Marc Piollet.

 

Konstanze Lauterbach – die bisher mehrfach in Wiesbaden im Schauspiel inszenierte – widmet sich dem lyrischen Drama Werther, musikalische Leitung Wolfgang Ott, nach dem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“ von Johann Wolfgang Goethe.

 

Marc Piollet und Dietrich Hilsdorf setzen ihre erfolgreiche gemeinsame Arbeit mit Richard Wagners musik-dramatischen Kammerspiel Tristan und Isolde fort. Intendant Manfred Beilharz eröffnet die Internationalen Maifestspiele Wiesbaden am 1. Mai 2009 mit Alban Bergs Lulu und setzt den Zyklus von Opern der klassischen Moderne fort. Mit My Fair Lady, inszeniert von Iris Gerath-Prein, darf sich das Wiesbadener Publikum auf eines der meist gespielten Bühnenwerke des 20. Jahrhunderts freuen.

 

Markus Bothe – derzeit Mitglied der künstleri-schen Leitung der diesjährigen Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA – widmet sich Donizettis komischer Oper Viva la Mamma!.

 

Ballettdirektor Stephan Thoss wird in drei Choreografien ganz unterschiedliche Themenkreise und ästhetische Ansätze präsentieren: von dem dreiteiligen Ballettabend Das Auge der Welt über Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee, einer Neuinterpretation des Hauptwerkes des klassisch-romantischen Handlungsballettes, bis zu dem Doppelabend Solitaire / Le Sacre du Printemps mit Musik von Bartók und Strawinksy.

 

Das Schauspiel setzt sich in der Spielzeit 2008/09 intensiv mit falschen und echten Le-bensentwürfen, Glücksutopien sowie seelischen und sozialen Konflikten der bürgerlichen Gesellschaft auseinander. Zwölf Neuinszenierungen, davon acht im Kleinen Haus, eine im Großen Haus und drei in der Wartburg stehen auf dem Spielplan. Die Schauspielsaison eröffnet im Kleinen Haus mit Dea Lohers Stück Das letzte Feuer, das Tilman Gersch inszeniert – eine poetische Analyse heutiger Vereinzelung. Neben der Uraufführung von Jörg Grasers Jailhouse Blues (Inszenierung: André Rößler) feiert das Staatstheater Wiesbaden im März 2009 die deutschsprachige Erstaufführung von Funkenflug der kroatischen Autorin Tena Štivičić und Intendant Manfred Beilharz inszeniert einen Klassiker des epischen Theaters: Herr Puntila und sein Knecht Matti von Bertolt Brecht.

 

Neben Arthur Schnitzlers Das weite Land (Inszenierung: Hermann Schmidt-Rahmer), Tennessee Williams’ Die Glasmenagerie (Inszenierung: Caroline Stolz, die ab der neuen Spielzeit die Wartburg leiten wird) und Eugene O’Neills Eines langen Tages Reise in die Nacht (Inszenierung: Dietrich Hilsdorf), wird David Mouchtar-Samorai im Großen Haus eine besondere Sicht auf Henrik Ibsens Nora vorstellen. Ricarda Beilharz inszeniert Schil-lers revolutionäres Jugendstück Die Räuber, Caroline Stolz widmet sich Hitchcocks 39 Stufen und Tilman Gersch inszeniert zum Abschluss der Schauspielpremieren Beaumarchais’ Figaro! Der tolle Tag.

 

Das Junge Staatstheater präsentiert vier Produktionen für Kinder und Jugendliche, darun-ter das große Stück zur Weihnachtszeit – in diesem Jahr die Uraufführung Robin Hood. Zur Eröffnung der Jungen Woche 2009 inszeniert Matthias Faltz Pompinien, ein Clowns-theaterstück für die ganze Familie und zum Abschluss steht – anders als im Heft ange-kündigt Alice im Wunderland (statt „Der kleine Prinz“) auf dem Spielplan

 

Die Sinfonie-, Kammer- und Jungen Konzerte des Hessischen Staatsorchesters Wiesba-den sowie der musik-theater-werkstatt und die Musicalaufführungen des jugend-club-theaters (u.a. Anything Goes von Cole Porter) runden das Programm ab.

 

Das Jugendreferat wird in der kommenden Spielzeit wieder eine große Fülle von Angeboten für junge und junggebliebene Teilnehmer bereit halten. Nach der äußerst erfolgreichen Premiere im Jahr 2006 geht das Schulprojekt move@school – Schule in Bewegung in die zweite Runde (Gala-Abend am 1. November 2008). Zudem steht nach „Semiramis“und „Wolkenkuckucksheim“ ein weiteres Theaterprojekt mit Wiesbadener Bürgern auf dem Spielplan: Priska Janssens inszeniert Lichtung im Stadtteil Gräselberg.

 

www.staatstheater-wiesbaden.de

 

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