Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
LEONCE UND LENA. DUNKLE NACHT DER SEELE nach Texten und Motiven von Georg Büchner im Residenztheater MünchenLEONCE UND LENA. DUNKLE NACHT DER SEELE nach Texten und Motiven von Georg...LEONCE UND LENA. DUNKLE...

LEONCE UND LENA. DUNKLE NACHT DER SEELE nach Texten und Motiven von Georg Büchner im Residenztheater München

Premiere 23. Juni 2013, 19.30 Uhr, Residenztheater. -----

Der katalanische Regisseur Calixto Bieito erarbeitet anlässlich des Büchner-Jahres mit fünf Schauspielerinnen und Schauspielern des Residenztheaters und der spanischen Singer/Songwriterin Maika Makovski eine musikalische Interpretation von Georg Büchners bekanntem Werk.

 

Ausgehend von Büchners Drama um Leonce und Lena, die dem Verheiratet-werden entfliehen, kreist Bieitos Version um Themen, die Büchner sein Leben lang und durch all seine Werke hindurch beschäftigten: die Melancholie, der Selbstmord, die Liebe.

 

Schon als junger Gymnasiast schrieb Georg Büchner eine Rezension über den Selbstmord, in der er die Möglichkeit dieser Tat leidenschaftlich verteidigte. Das Thema beschäftigte den Arztsohn und jungen Universitätsdozenten auch später und nicht nur von der wissenschaftlichen Seite her. „Ich habe Anlagen zur Schwermut“, sagte er über sich. Es war die Melancholie eines Mit-Leidenden, die in seinem Werk immer wieder auftaucht und inmitten seines zweiten Stücks „Leonce und Lena“ als pompöser Todesgesang zweier Liebender im Wald einen ironisch-rätselhaften Höhepunkt findet.

 

MUSIKALISCHE ANNÄHERUNG AN GEORG BÜCHNER

Bieitos Dramaturg Marc Rosich, der ebenfalls Spanier ist und bereits für mehrere Inszenierungen mit Bieito zusammenarbeitete, hat aus verschiedenen Werken Georg Büchners eine Textfassung destilliert, die diese Grundthemen vorstellt und engführt. Bieitos Inszenierung ist eine thematische sowie atmosphärische Annäherung an Georg Büchner. Es gibt keine Figuren, gleichwohl werden Anlehnungen an die Figuren aus „Leonce und Lena“ erkennbar. Der musikalische Anteil der Inszenierung ist gleichrangig mit dem gesprochenen Text. Die spanische Singer/Songwriterin Maika Makovski hat für die Schauspieler Songs komponiert, die Bieito, der seit Jahren auch als erfolgreicher Opern-Regisseur tätig ist, in seiner Inszenierung eine enge Verbindung mit den Büchner-Texten eingehen lässt.

 

Regie Calixto Bieito

Bühne Rebecca Ringst

Kostüme Ingo Krügler

Musik Maika Makovsky

Licht Tobias Löffler

Dramaturgie Marc Rosich

 

Mit Guntram Brattia, Friederike Ott, Katharina Pichler, Genija Rykova, Lukas Turtur

 

Karten gibt es an den Kassen der Staatstheater, online unter www.residenztheater.de sowie

unter 089 2185 1940.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑