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"Les Contes d’Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen)" von Jacques Offenbach im Landestheater Innsbruck

Premiere am Samstag, 7. Februar 2009, 19.30 Uhr, Großes Haus

 

Offenbach erfüllte sich mit seinem letzten Werk nach dem Schauspiel Les contes fantastiques d’Hoffmann von Jules Barbier und Michael Carré (1851) einen lang gehegten Wunsch:

 

Nach zahlreichen Operetten schuf er nun die ersehnte Oper, in der er musikalisch mit einem spannungsvollen Neben- und Gegeneinander von karikierend-komischen und expressiv-tragischen Elementen spielt. Die Form der Oper ist an den Erzählstil E.T.A. Hoffmanns angelehnt, der mit seinen unheimlichen und grotesken Erzählungen einer der wichtigsten Dichter der Romantik war und in dieser Oper zur Hauptfigur wird. Offenbach begann 1877 mit der Vertonung und vollendete zwar den Klavierauszug, starb aber vor der Uraufführung 1880. Seit der posthumen Uraufführung in Paris 1881 ist die Begeisterung für diese Oper beim Publikum ungebrochen.

 

Hoffmanns Erzählungen lassen uns teilnehmen am Schicksal des genialen Dichters, der - durch Alkohol gefährdet - auf der Suche nach der großen Liebe in Episoden taumelt und nur Schiffbruch erleidet. Während er auf seine Geliebte, die Sängerin Stella, wartet, zecht er mit seinen Freunden, die ihn zum Erzählen animieren. Im Rausch begegnet ihm ein bizarrer Kosmos skurriler Gestalten, darunter alptraumhaft, gleichsam Zerrbilder seiner Phantasie drei seiner früheren Geliebten: „Drei Seelen in einer Seele“. Olympia, das perfekte Machwerk des verrückten Wissenschaftlers Spalanzani, die lungenkranke Antonia, die an ihrem Traum - zu singen - stirbt, und die venezianische Kurtisane Giulietta, die Hoffmann skrupellos ausnutzt.

 

In jeder der Geschichten, die auf Bruchstücken von Hoffmanns literarischem Werk basieren, taucht als dessen Gegenspieler ein „Bösewicht“ auf. Zwischen Euphorie und Einsamkeit hin- und her gerissen, versucht Hoffmann den Verführungskünsten des Bösen zu widerstehen und wird dabei begleitet von seinem „besseren Ich“, Nicklausse, der ihm als Warner und Mahner zur Seite steht.

 

Musikalische Leitung: Jochen Rieder

Inszenierung: Brigitte Fassbaender

Bühnenbild: Helfried Lauckner

Kostüme: Michael D. Zimmermann

 

Mit:

Hoffmann Daniel Magdal / Michael Putsch

Nicklausse / Muse Anne Schuldt / Lysianne Tremblay

Olympia Anna Kim / Debra Fernandes

Antonia / Stella Anna Kim / Susanna von der Burg / Christine Buffle

Giulietta Anna Kim / Jennifer Chamandy

Lindorf/Coppelius/Miracle/Dapertutto Sébastien Soules / Michael Dries

Andres/Cochenille/Frantz/Pitichinaccio Dale Albright / Alexander Mayr

Nathanael Martin Mitterrutzner / Thomas Paul

Spalanzani Ansgar Matthes / Brenden Gunnell

La voix de la mère Anne Pellekoorne

Hermann / Schlemil Andreas Mattersberger / Sebastian Kroggel

Luther Marc Kugel / Jerzy Kasprzak

Crespel Marc Kugel

 

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck; Chor des TLT

 

Weitere Vorstellungen:

Februar: 12., 28.

März: 6., 15., 22.

 

 

 

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