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„MAGAZIN DES GLÜCKS“ - Texte Von Dea Loher im Schauspiel Stuttgart

13. und 14. April 2013, NORD. -----

Unter diesem Titel erproben vier junge Regisseure und Regisseurinnen ihr Regieglück an Texten von Dea Loher – zwei aus der Sammlung „Magazin des Glücks“: „Licht“ und „Hände“, zwei aus dem übrigen Stückerepertoire der Autorin: „Blaubart – Hoffnung der Frauen“ und „Manhattan Medea“:

 

Premiere: Samstag, 13. April 2013, 20.00 Uhr, NORD:

"Blaubart – Hoffnung der Frauen" von Dea Loher

Regie: Anna Drescher, Bühne und Kostüme: Hudda Chukri, Dramaturgie: Kekke Schmidt, Musik: Murat Parlak

Mit: Lisa Bitter, Benjamin Grüter und Anna Windmüller

 

Den Blaubart unserer Zeit imaginiert Dea Loher als einfachen Schuhverkäufer, dem alle Frauen erliegen, ohne dass er wüsste, warum. Nur einmal trifft er eine, die er lieben könnte, aber mit ihrem Maß kann er nicht mithalten. Während sie sich umbringt „aus Liebe“, ist er ab jetzt verurteilt, nur noch sie zu suchen in allen anderen. Doch Projektionen über „die Liebe“ und wahre Gefühle driften in den Begegnungen mit realen Frauen heillos aneinander vorbei – da bleibt Blaubart nur sein mythisch vorgezeichneter Weg des Tötens.

 

Anna Drescher – 1983 in Basel geboren, Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim – ist derzeit noch Regieassistentin am SCHAU-SPIEL STUTTGART. Schon während ihrer Ausbildung leitete sie die Theater Gruppe hArt times (Theater mit Psychiatrieerfahrenen) und brachte 2008 das Stück „Hamlet goes hArt times“ an den hannoverschen Kammerspielen heraus. In ihrer Diplominszenierung „Gladbeck. Ein MassenMedienMassaker“ beschäftigte sie sich mit dem Gladbecker Geiseldrama. 2010 inszenierte sie die interaktive Musiktheaterinstallation „Zoo“ für Kinder. Am Staatstheater Stuttgart richtete sie bereits mehrere szenische Lesungen ein.

 

***

 

"Licht / Hannelore / Cool!" nach Dea Loher

Regie: Jan Koslowski, Kostüme: Nina Kroschinske, Bühne: Chasper Bertschinger, Dramaturgie, Otto A. Thoß

Mit: Jan Jaroszek, Nora Quest*, Fridolin Y. Sandmeyer, Sarah Horak**

*Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, ** Studierende der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

 

Liebe Frau Cool, wenn die Leute nicht ständig an ihrem Glück arbeiten würden, sondern an Ideen. Wie würde dir das gefallen? Frau Cool, der Tod und das Glück. Denk an – all die Frauen im Schatten. Denk an sie und zieh die Jalousien wieder hoch. In die Sonne lachen, jetzt! Dass man beim Lachen Zähne zeigen muss, ist dir unangenehm. Ich weiß. Frozen in time, du und ich. Denk an die Postkarte an deinen Sohn. Seine Hochzeit unter der milden Sonne des Bosporus. „Bedaure, dass ich fehlen muss. Gruß und Kuss, dein Ikarus.“

 

Jan Koslowski zeigt mit vier jungen Schauspielerinnen und Schauspielern Dea Lohers Kurzdrama „Licht“ aus ihrem Dramenzyklus „Magazin des Glücks“ im Spiegel von Hannelore Kohls viel- und tiefschichtiger Biografie.

 

Koslowski – 1987 in Rostock geboren und in Berlin aufgewachsen, ist seit 2007 Mitglied des Jugendtheaters P14 der Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz. Es folgten Regiehospitanzen bei René Pollesch und erste eigene Arbeiten im Rahmen von P14. Seine Inszenierungen wurden beim ‚Theatertreffen der Jugend‘ sowie beim ‚Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern‘ gezeigt. Er studierte Theaterregie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und belegt aktuell die Masterclass an der Zürcher Hochschule der Künste.

 

***

 

Sonntag, 14. April 2013, 16.00 Uhr, Foyer NORD:

Dea Loher liest aus ihrem Roman „Bugatti taucht auf“

Anlässlich des Premierenwochenendes „Magazin des Glücks“ liest Dea Loher aus ihrem ersten Roman.

 

Premiere: Sonntag, 14. April 2013, 18.00 Uhr, NORD

"Hände" von Dea Loher

Regie: Sebastian Martin, Bühne und Kostüme: Katja Fritzsche, Dramaturgie: Annabelle Leschke

Mit: Toni Jessen, Boris Koneczny, Markus Lerch, Sarah Sophia Meyer, Nadja Stübiger

 

Dea Loher erzählt in „Hände“ von zwei Paaren, deren Glück durch den Verlust der Hände beider Männer beeinträchtigt wurde. Kann eine Transplantation das Gefühl für die eigene Identität und den Kontakt zur Außenwelt wieder herstellen?

 

Sebastian Martin, 1976 in Leverkusen geboren, begann zunächst ein Studium der Philosophie und Germanistik in Köln, wechselte dann aber an die Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, wo er ein Regiestudium absolvierte. Bereits während seines Studiums inszenierte er am Berliner BAT und HAU (Hebbel am Ufer Berlin). Regiearbeiten u.a. an den Theatern Osnabrück und Bremen folgten. „Hände“ ist seine erste Inszenierung für das SCHAUSPIEL STUTTGART.

 

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"Manhattan Medea" von Dea Loher

Regie: Sarah Schmid. Kostüm: Irmela Schwengler, Bühne: Caroline Sexauer, Dramaturgie: Beate Seidel

Mit: Dorothea Arnold, Toni Jessen, Boris Koneczny, Michael Stiller, Bijan Zamani

 

In „Manhattan Medea“ paraphrasiert Dea Loher die antike Tragödie des Euripides über die Kindsmörderin Medea. In Anlehnung an die eigene Biografie verlagert sie die tragische Liebesgeschichte von Medea und Jason ins New York des 20.Jahrhunderts.

 

Sarah Schmid, 1979 in Stuttgart geboren, studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Stuttgart und Paris. Sie absolvierte Praktika und Hospitanzen in der Kunstakademie, im Museum, beim Film und im Theater in Berlin, Frankfurt, Kairo und Stuttgart. Derzeit ist sie Regieassistentin am SCHAUSPIEL STUTTGART. Mit „Manhattan Medea“ präsentiert sie sich erstmalig als Regisseurin.

 

„Magazin des Glücks“ wurde vom Förderverein der Staatstheater Stuttgart e. V. unterstützt

 

 

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