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Mainfrankentheater Würzburg open air: DAS GROSSE WELTTHEATER von Pedro Calderón de la Barca

Premiere: 18. Juli 2010 | 20.30 Uhr, Vorstellungen bis 31. Juli | Freilichtbühne Kiliansplatz

 

In Calderóns „Das große Welttheater“ lässt Gott die Welt zur Bühne werden, auf der die Menschen das „Spiel vom Leben“ aufführen. Jeder seiner Figuren wird eine bestimmte Rolle zugewiesen: Macht, Demut, Schönheit, Überfluss, Mühsal oder Elend.

Diese sechs Figuren gehen den Weg von der Geburt zum Tod und es liegt an jedem Einzelnen selbst, ob er nach der Maxime „Tue recht“ handelt und damit dem Gesetz der Gnade folgt oder nicht. Den Figuren bleibt nur wenig Zeit, bevor der Tod sie von der Bühne holt und ihr Handeln vom Meister am Gebot der Nächstenliebe beurteilt. Nun entscheidet sich, wer in die Gemeinschaft des Meisters aufgenommen wird und wer nicht.

 

Nicht das Einsiedler Welttheater, aber das Würzburger Welttheater setzt Regisseur Bernhard Stengele als ein Freilicht-Event der ganz besonderen Art – kulinarisch und angriffig gleichermaßen in Szene. Schon von weitem sichtbar wird die Kulisse zwischen Neumünster und Dom von einer Riesenkugel mit dem beachtlichen Durchmesser von acht Metern dominiert. Grandiose Masken und Kostüme führen die verschiedenen Typen eindrucksvoll in das Stück ein. Musikalisch begleitet wird der Abend von einem vielseitigen Programm von Kirchenmusik über Arvo Pärt bis hin zu zeitgenössischen Songs für jedermann.

 

Calderón de la Barca gilt als einer der bedeutendsten spanischen Autoren des 17. Jahrhunderts. Sein an Fronleichnam 1645 in Sevilla uraufgeführtes Schauspiel „Das große Welttheater“ hat die Idee von der Welt als Bühne und dem Leben als Spiel wie kein anderes Stück zuvor umgesetzt.

 

Inszenierung: Bernhard Stengele

Bühne und Kostüme: Adrian Basilius

Musikalische Leitung: Ulrich Pakusch

 

 

Der Meister: Max De Nil

Das Gesetz der Gnade: Ensemble

Die Erde: Christian Manuel Oliveira

 

Macht: Issaka Zoungrana

Demut: Anne Simmering

Schönheit: Reiner Appel

Überfluss: Klaus Müller-Beck

Mühsal: Georg Zeies

Elend: Kai Christian Moritz

Ein Kind: Carolin Kipka

Eine Stimme: Ensemble

 

Die Würzburger Inszenierung findet im Rahmen der vom Kunstreferat der Diözese Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule initiierten Veranstaltungsreihe „Endspiel. Würzburger Apokalypse 2010“ statt.

 

Die Vorstellung entfällt bei Regen; Schlechtwetterentscheidung um 19.00 Uhr an der Abendkasse. Hotline: 0931-38612345 (ab 18.07.2010)

 

Weitere Vorstellungstermine: 19. / 20. / 24. / 25. / 27. / 29. / 30. / 31. Juli

 

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