HomeBeiträge
Maxim Gorki Theater Berlin: Festival zu den deutsch-türkischen Beziehungen: Almanya 2018Maxim Gorki Theater Berlin: Festival zu den deutsch-türkischen Beziehungen:...Maxim Gorki Theater...

Maxim Gorki Theater Berlin: Festival zu den deutsch-türkischen Beziehungen: Almanya 2018

Vom 25.- 27. Mai 2018

Das Gorki beleuchtet im Rahmen der Reihe Almanya 2018 die komplexe deutsch-türkische Beziehung und ihre Verstrickungen. Über das Netz persönlich-politischer Geschichten befassen sich Theaterstücke und Gespräche mit der deutschen wie der türkischen Verantwortung für politische Verwerfungen, die diese Beziehung bis heute prägen. Neben der Premiere des Stücks Lö Grand Bal Almanya, das Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoğlu neu entwickelt haben, sind auch wichtige Stimmen wie Aslı Erdogan, Can Dündar und Barış Atay im Gorki zu hören. Anbei finden Sie die einzelnen Programmpunkte.

 

Copyright: Esra Rotthoff

Premiere
Freitag, 25. Mai, 19.30 Uhr Maxim Gorki Theater Bühne
LÖ GRAND BAL ALMANYA
57 Jahre Scheinehe – Ein Singspiel
Text Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoğlu Regie Nurkan Erpulat
Bühne Alissa Kolbusch Kostüme Pieter Bax Musik Tobias Schwencke Ton Hannes Zieger Licht Jan Langebartels Dramaturgie Tunçay Kulaoğlu
Mit Emre Aksızoğlu, Elmira Bahrami, Tanju Girişken, Loris Kubeng, Željko Marović, Tobias Schwencke, Sesede Terziyan, Mehmet Yılmaz

2010 hatten sich Nurkan Erpulat und Tunçay Kulaoğlu am Ballhaus Naunynstrasse in ihrem Stück Lö Bal Almanya mit der deutsch-türkischen Migrationsgeschichte auseinandergesetzt. Nun vermessen sie diese eigentümliche Scheinehe neu: 57 Jahre nach dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen gehen sie mit ihrem musikalischen Schauspiel auf eine Zeitreise durch sechs denkwürdige Dekaden der Arbeitsmigration. Besungen mit verschollen geglaubtem Liedgut, dokumentiert durch waschechtes Archivmaterial und begleitet von leidenschaftlichen Wanderern suchen sie penibel nach Antworten auf die wichtigsten Fragen der migrantischen Menschheit. Die Neuinszenierung Lö Grand Bal Almanya am Gorki zeigt nicht nur einen Tapeten-, sondern vor allem einen Paradigmenwechsel gegenüber dem früheren Stück. Denn in den letzten acht Jahren hat sich Doyçland fast bis zur Unkenntlichkeit verschönert.

Freitag, 25. Mai, 18.00 (Premiere) oder Samstag, 26. Mai, 20.30 Uhr Studio Я
SÜLEYMANKURT
Mythen der Wirklichkeit #6
Text Ahmet Sami Özbudak Regie Serkan Öz
Mit: Murat Dikenci und Selin Kavak
In der türkischsprachigen Mythologie ist der »Mankurt« ein höriger Sklave. Der junge Dramatiker Ahmet Sami Özbudak und Regisseur Serkan Öz erzählen in ihrem Stück im Studio Я vom türkischen Bildungssystem, das zunehmend von religiösen Einflüssen vereinnahmt wird. Die Inszenierung wird auf Türkisch mit deutschen und englischen Übertiteln gezeigt.

Sonntag, 27. Mai 15.00 Uhr Maxim Gorki Theater Bühne
ASLI ERDOĞAN ZU GAST BEI BERLINER KORRESPONDENZEN
Diskurs: »Wie viel Ordnung verträgt die Freiheit?«
Die bekannte Schriftstellerin Aslı Erdoğan ist eine der wichtigsten Stimmen der türkischen Opposition. In der zweiten Ausgabe der Berliner Korrespondenzen spricht sie mit Susanne Baer, Richterin am Bundesverfassungsgericht, über Ordnung, Macht und Freiheit. 

Sonntag, 27. Mai, 17:00 Uhr Studio Я
SADECE DİKTATÖR – NUR DIKTATOR (Gastspiel)
Von Onur Orhan Regie Caner Erdem
Mit Barış Atay
Im Anschluss: Barış Atay im Gespräch mit Can Dündar
Nach mehreren Aufführungsverboten in türkischen Städten wurde im Januar auch in Istanbul eine geplante Aufführung des Stücks SADECE DİKTATÖR mit dem bekannten Schauspieler Barış Atay untersagt. Nun tritt er mit dem Stück im Gorki auf und spricht im Anschluss an das Gastspiel mit Can Dündar über die Meinungs- und Kunstfreiheit in der heutigen Türkei. Die Vorstellung findet auf Türkisch mit deutschen Übertiteln statt.

Die Festivalreihe Almanya 2018 zu den deutsch-türkischen Beziehungen wird gefördert aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑