Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin: „Lucia di Lammermoor“ von Gaëtano DonizettiMecklenburgisches Staatstheater Schwerin: „Lucia di Lammermoor“ von Gaëtano...Mecklenburgisches...

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin: „Lucia di Lammermoor“ von Gaëtano Donizetti

Premiere 19. November 2010 um 19.30 Uhr im Großen Haus

 

„Lucia di Lammermoor“ - 1835 in Neapel uraufgeführt - gehört zu den Höhepunkten der Epoche des Belcanto. Das Libretto entstand nach der Romanvorlage „Die Braut von Lammermoor“ von Sir Walter Scott.

Es ist eine von Untergang und Zerfall bedrohte Welt, in der Lucia Ashton lebt. Ihr einziger Halt ist die verbotene Liebe zu Edgardo Ravenswood, dem Erzfeind ihres Bruders Enrico. Als Edgardo in politischer Mission ins Ausland reisen muss, sieht Enrico darin eine willkommene Gelegenheit, die Hochzeit Lucias mit dem einflussreichen Arturo Bucklaw voranzutreiben. Diese Verbindung bedeutet für den in finanzielle und politische Schwierigkeiten geratenen Enrico die einzige Chance, dem Ruin zu entgehen. Durch eine Intrige gelingt es ihm, Lucia davon zu überzeugen, dass Edgardo sie nicht mehr liebt.

 

Enricos Plan geht auf und in ihrer Verzweiflung stimmt Lucia schließlich der Heirat mit dem Favoriten des Bruders zu. Was Enrico bei der Manipulation seiner Schwester allerdings nicht bedacht hat, ist die psychische Gefährdung Lucias. In der Hochzeitsnacht kommt es zur Katastrophe: Lucia ersticht den ungeliebten Bräutigam. Legendärer Höhepunkt der Oper ist dann auch die so genannte „Wahnsinnsszene“ der Lucia nach dem Mord: Die Koloraturen der Titelheldin sind hier nicht, wie in vielen anderen Opern jener Zeit, virtuoser Selbstzweck, sondern vielmehr furioser Ausdruck ihres delirierenden Geistes.

 

In dieser Produktion gibt es ein Wiedersehen mit dem beliebten Tenor Alex Vicens, der von 2004 bis 2006 festes Ensemblemitglied am Mecklenburgischen Staatstheater war und hier u.a. Rodolfo („La Bohème“), Herzog („Rigoletto“), Gustavo („Maskenball“) sowie die Titelpartie in Massenets „Werther“ gesungen hat. Als sein Gegenspieler Enrico wird der junge koreanische Bariton Jin-Won Jung zu erleben sein, erstmals Gast am Mecklenburgischen Staatstheater und Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der CBS Musikwettbewerb in Seoul, der Francisco-Vinas-Wettbewerb 2008 und der Giulietta-Simionato-Wettbewerb in Italien. Die Titelpartie wird gesungen von der koreanischen Sopranistin Hyunju Park, die seit der vergangenen Spielzeit festes Mitglied im Musiktheaterensemble ist und zuvor u.a. schon am Landestheater Detmold und am Staatstheater Braunschweig mit der Partie der „Lucia“ reüssiert hat.

 

Musikalische Leitung: GMD Matthias Foremny, Inszenierung: Arturo Gama

Bühne: Robert Pflanz, Kostüme: Bettina Lauer, Choreinstudierung: Ulrich Barthel

 

Mit: Hyunju Park (Lucia), Alex Vicens (Edgardo), Jin-Won Jung (Enrico), Stefan Heibach (Arturo), Olaf Plassa (Raimondo), Itziar Lesaka (Alisa), Christian Hees (Normanno), Opernchor, Extrachor, Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

 

Kartentelefon: 0385 / 5300 – 123; kasse@theater-schwerin.de

Pressekarten auf Anfrage unter Tel. 03 85 / 53 00 – 202, Fax 03 85 / 53 00 – 137

oder über presse@theater-schwerin.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑