Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Miriways" von Georg Philipp Telemann, Theater Magdeburg "Miriways" von Georg Philipp Telemann, Theater Magdeburg "Miriways" von Georg...

"Miriways" von Georg Philipp Telemann, Theater Magdeburg

Premiere am Sa., 10. 3. 2012 um 19.30 Uhr im Opernhaus. -----

Neueste Nachrichten aus Persien, anno 1722: Der afghanische Stammesfürst Miriways hat das persische Reich von Isfahan unterworfen. Er bietet Sophi, dem jüngsten Sohn des abgesetzten persischen Schahs, den Thron an, verlangt aber, dass dieser eine vernünftige Ehe eingeht.

Doch Sophi ist in Bemira, die angebliche Schwester der Nisibis, verliebt. Besagte Nisibis liebt ihrerseits den tatarischen Fürsten Murzah, wird aber von dem persischen Fürsten Zemir heftig umworben. Erst als sich Bemira als uneheliche Tochter von Miriways (und damit als kluge politische Wahl) entpuppt, und sich Murzah gegen Zemir durchsetzen kann, ist Miriways’ Macht in Isfahan gesichert.

 

Am 26. Mai 1728 an der Hamburger Gänsemarktoper uraufgeführt, gehört »Miriways« zu den wenigen Opern dieser Zeit, die einen schon damals aktuellen Stoff behandeln. Die Geschichte entnahm Librettist Müller der anonymen Lebensbeschreibung »Der Persianische Cromwel, oder Leben und Taten des MIRI-WAYS«, verfasst von einem mutmaßlich schwedischen Untergebenen des historischen Fürsten Mir Wais.

 

Nach dem großen Erfolg von »Orpheus oder Die Beständigkeit der Liebe« im Jahr 2010 wird in Kooperation mit den diesjährigen 21. Telemann-Festtagen wird in Magdeburg Georg Philipp Telemanns Oper »Miriways« zu erleben sein – eine szenische Neu-Entdeckung des 1728 am Hamburger Theater am Gänsemarkt uraufgeführten Werkes.

 

Unter der musikalischen Leitung von Michi Gaigg musiziert mit dem »L’Orfeo Barockorchester« aus Linz eines der führenden Ensembles der historisch informierten Aufführungspraxis.

 

Für die szenische Umsetzung konnte das bewährte Regieteam Jakob Peters-Messer und Markus Meyer gewonnen werden, die 2010 in Kooperation mit »opera fuoco« Paris unter David Stern, ebenfalls im Rahmen der Telemann-Tage, die überregional stark beachtete Inszenierung von Telemanns Oper »Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe« realisiert hatten.

 

Musikalische Leitung: Michi Gaigg

Regie: Jakob Peters-Messer

Bühne/ Kostüme: Markus Meyer

 

Mit Markus Volpert, Ulrike Hofbauer, Julie Martin du Theil, Gabriele Hierdeis, Stefan Zenkl, Ida Aldrian, Susanne Drexl, Ilja Werger

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑