Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Neues Leitungsteam für das Theater Marie in AarauNeues Leitungsteam für das Theater Marie in AarauNeues Leitungsteam für...

Neues Leitungsteam für das Theater Marie in Aarau

Das Theater Marie erhält ab Herbst 2012 eine neue künstlerische Leitung: Ein vierköpfiges Team unter der Gesamtleitung von Olivier Bachmann wird die Produktionen des Theaters künftig prägen. «Wir werden unser Programm anhand von drei inhaltlichen und formalen Schwerpunkten entwickeln: Geschichten, Diskurse, Orte», kündigt der Regisseur Olivier Bachmann an. Mit zum neuen Team gehören der Dramaturg Patric Bachmann, der Musiker und Journalist Pascal Nater und der Szenograf Erik Noorlander.

 

Das neue Team will die festen Betriebskosten verschlanken und damit eine höhere Flexibilität bei den einzelnen Theaterproduktionen erzielen. Anstelle von drei fest angestellten SchauspielerInnen verpflichtet das Theater Marie mit dieser Lösung ein Regieteam, das durch die Arbeit an den Produktionen ein grösseres Netzwerk von Mitarbeitern auf-baut. Die formale Ausrichtung ergibt sich aus der Zusammensetzung des neuen Teams: «Der musikalische und der szenografische Blick auf szenische Vorgänge werden unsere Theaterarbeit stark beeinflussen.»

 

«Theater ist Teamarbeit. Ich freue mich, mit diesem schlagkräftigen und künstlerisch eingespielten Team die zukünftige Identität des Theater Marie zu prägen», so Olivier Bachmann weiter. Er und sein Team haben schon in unterschiedlichen Konstellationen erfolgreich zusammengearbeitet. In den letzten Jahren entstanden zum Beispiel die Schweizer Erstaufführung von ‹Gelber Mond› von David Greig und die Uraufführung ‹Das alles kommt mit von Diego Valsecchi und Pascal Nater am Stadttheater Bern. Ausserdem hat die Formation Nater/Glatthard/Bachmann seit Juni 2010 drei musiktheatralische Dokumentationen entwickelt: Die Dällebach-Macher, Samichlaus. Das Musical und Format:Radio. Am 17. April 2012 feiert die von dem Viererteam inszenierte Schweizer Erstaufführung von Tage unter des norwegischen Autors Arne Lygre am Stadttheater Bern Premiere.

 

Gewählt wurden die vier jungen Theaterschaffenden vom Vorstand des Vereins Theater Marie auf Vorschlag einer Findungskommission, die sich aus Mitgliedern des Vorstandes, einer Vertretung des Aargauer Kuratoriums und zwei externen Theater-Fachleuten zusammensetzte. Überzeugt hat vor allem die frische, motivierte Art des Teams um Bachmann, seine klaren Vorstellungen der Leitungsstruktur, der ausgeprägte Wille, Theater für den Aargau und dar-über hinaus zu machen sowie das spürbare gegenseitige Vertrauen der einzelnen Teammitglieder zu einander. Mit der Neustrukturierung des Stadttheaters Bern sind mit diesem Team Theaterschaffende für das Theater Marie frei geworden, wie man es sich idealer kaum vorstellen kann: Sie sind erprobte Networker mit Power und Drive. Das neue Team wird schon im Sommer mit Vorarbeiten beschäftigt sein und tritt ihre Arbeit vor Ort ab Oktober an. Eine erste Premiere ist für Februar 2013 geplant.

 

Nach fünf, bzw. zwei Jahren wenden sich der künstlerische Leiter Nils Torpus und die administrative Leiterin Annette von Goumoëns neuen Aufgaben zu. Sie haben mit einem breiten Fächer von Produktionen, vom Schauspiel im klassischen Sinn, über selbst entwickelte Projekte, Romanbearbeitungen bis zu Figuren- und Kindertheater den Aargau, die Deutschschweiz und den süddeutschen Raum mit zeitgemässem Theaterschaffen bekannt gemacht und herausgefor-dert.

 

Theater Marie ist ein professionelles Tourneetheater ohne festen Spielort, das für Gastspiele an verschiedenen Thea-tern und Festivals im In- und Ausland engagiert wird und Koproduktionen mit diversen in- und ausländischen Partnern realisiert. Rechtsträger des Theater Marie ist der Verein Theater Marie in Aarau. Das Theater Marie wird zu einem grossen Teil vom Aargauer Kuratorium und der Stadt Aarau subventioniert. Die Restfinanzierung erfolgt über Stiftun-gen, Gastspieleinnahmen und Mitgliederbeiträge des Vereins.

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑