Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Nico and the Navigators vor der Konrad-Wolf-Preisverleihung mit zwei Inszenierungen in BerlinNico and the Navigators vor der Konrad-Wolf-Preisverleihung mit zwei...Nico and the Navigators...

Nico and the Navigators vor der Konrad-Wolf-Preisverleihung mit zwei Inszenierungen in Berlin

ab 3. August 2016. -----

Die Akademie der Künste vergibt Mitte September den Konrad-Wolf-Preis 2016 an die Regisseurin Nicola Hümpel. Noch vor der Preisverleihung ist ihr renommiertes Ensemble Nico and the Navigators im August mit zwei sehr unterschiedlichen Inszenierungen im Radialsystem V sowie im Heimathafen Neukölln zu sehen.

Mit der Ensembleproduktion „Die Stunde da wir zu viel voneinander wussten“ kehrten Nico and the Navigators zu den Wurzeln ihrer Arbeit zurück. Wie in früheren Stücken richtet die Regisseurin Nicola Hümpel in dieser Inszenierung ihr Vergrößerungsglas auf skurrile Alltagsmomente, um die Keimzelle menschlicher Verhaltensrituale und ihre Widersprüche zu untersuchen. Mit neu interpretierten Songs und Liedern von Bonnie „Prince“ Billy bis Benjamin Britten greift sie den Takt des Lebens auf, der von Regeln und Zufall bestimmt ist: Wie aufmerksam und intuitiv sind wir, wenn wir einander unvorhergesehen begegnen? Auf welche Weise sind unsere Geschichten miteinander verbunden? Sind wir uns fremd oder wissen wir vielleicht doch zu viel voneinander?

 

Die Silent Songs Werkstatt, die als Berlin-Premiere jetzt erstmals in der Heimatstadt des Ensembles auf die Bühne kommt, ist mit Gesangsstudenten, Navigatoren und Musikern an der Bayerischen Theaterakademie August Everding entstanden. Erforscht wurde im Probenprozess, was es bedeutet, sich Händel-Arien und Schubert-Lieder mit allen Sinnen anzueignen: Wie viel Mut braucht es, sich auf die starken Affekte, auf das Wechselbad der Gefühle, auf Schmerz, Verlust, Sehnsucht, Liebe, Rache und Hoffnung einzulassen, die den Liedern eigen sind? Wohin führen uns die Lieder? Enden sie im Lachen im Tanz oder im arabischen Klagegesang?

 

Die Verleihung des Preises, der mit 5000 Euro dotiert ist, findet am 13. September in der Akademie der Künste statt. Die Jurymitglieder Nele Hertling, Reinhild Hoffmann und Barrie Kosky schreiben in ihrer

 

Begründung:

Seit ihren Anfängen beschäftigen sich Nico and the Navigators mit den Absurditäten und Abgründen menschlicher Verhaltensrituale. Sie schaffen skurrile Bilder, in denen die Körper der Navigatoren in einer eigenen Bewegungssprache zur Erzählung werden. Im Zusammenspiel finden sich auf vielfältige Weise Schauspieler, Tänzer, Sänger, Musiker, Architekten und Bildende Künstler, die aus unterschied­lichen Ländern kommen und ihre je eigenen Erfahrungen mitbringen. Dies ist die Basis auf der Nicola Hümpel ihre Recherche und Improvisationsarbeit beginnt...

 

3. & 4. August 2016, 20h • Silent Songs Werkstatt • Heimathafen Neukölln

Karl-Marx-Straße 141 – 10243 Berlin | Eintritt 14,-€/ ermäßigt 8,-€ | 030 61101313 | www.heimathafen-neukoelln.de

12. August, 20h • 13. & 14. August 2016, 19h • Die Stunde…• Radialsystem V

Holzmarktstr. 33 – 10243 Berlin | Eintritt 11,-€ - 24,- € | 030 288788588 | www.radialsystem.de

13. September 2016, 19h • Verleihung des Konrad-Wolf Preises • Akademie der Künste

Hanseatenweg 10, 10557 Berlin | Eintritt frei |www.adk.de | Reservierung: 030 200571000 oder ticket@adk.de

 

Die Stunde… ist eine Produktion von Nico and the Navigators mit Kampnagel Hamburg. Koproduziert vom Théâtre de Nîmes – scène conventionée pour la danse contemporaine. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Landes Berlin sowie die Schering Stiftung, die Augstein Stiftung und die Radialstiftung. In Zusammenarbeit mit dem Radialsystem V. Für die Silent Songs Werkstatt kooperiert das Ensemble Nico and the Navigators mit der Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Master-Studiengang Musiktheater/Operngesang (Leitung: Balázs Kovalik, KS Prof. Andreas Schmidt)

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑