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"Nora" von Henrik Ibsen im Schauspielhaus Kiel

PREMIERE Sa | 24. März | 20 Uhr.

 

Weihnachten. Die Wohnung des aufstrebenden Advokaten Torvald Helmer, der es nach langen Jahren voller finanzieller Entbehrungen endlich geschafft hat. Er ist zum Direktor einer Aktienbank aufgestiegen. Verheiratet ist er mit Nora, eine ebenso liebenswert emotionale wie verschwenderische Frau.

 

Helmer hat in der Mutter seiner Kinder nie etwas anderes gesehen als eine schutzbedürftige Geliebte, die sich in der Idylle ihrer Ehe eingerichtet hat. Eine perfekte Liebesbeziehung. Doch Nora hat ein Geheimnis: Kurz nach ihrer Hochzeit musste der damals schwer erkrankte Helmer zu einem Kuraufenthalt nach Italien aufbrechen. Um das dafür notwendige Geld aufzubringen, hat sie ohne Helmers Wissen ein Darlehen aufgenommen und dafür die Unterschrift ihres Vaters auf einem Schuldschein gefälscht, der sich in der Hand des Geldverleihers Krogstad befindet. Ein ehemaliger Rechtsanwalt, der trotz seiner eigenen zwielichtigen Vergangenheit eine kleine Stelle in der Aktienbank innehat. Als Helmer Krogstad entlässt, um die Stellung der mittellosen Kristine Linde, einer alten Freundin Noras, zu geben, beginnt die Eskalation der Ereignisse: Krogstad erpresst Nora mit einem Brief, der Helmer ihren Betrug enthüllen und gleichzeitig seine mühsam errungene gesellschaftliche Stellung gefährden würde. Dr. Rank schließlich, ein enger Vertrauter der Helmers, enthüllt, als Nora sich an ihn um Hilfe wenden will, nicht nur, dass er sterbenskrank ist, sondern darüber hinaus seine heimliche Liebe zu ihr. Das Netz um Nora wird immer enger.

 
Als ihre Lüge schließlich aufgedeckt wird, beginnt die Fassade des glücklichen Ehelebens empfindlich zu bröckeln. Anders als von Nora erhofft, überschüttet Helmer sie mit heftigsten Vorwürfen. Beide müssen erkennen, dass sie nicht den Menschen geliebt haben, den sie zu lieben glaubten. Wenn die Wahrheit ans Licht kommt, steht eine Entscheidung im Raum.

 
Regie: Hanna Rudolph
Bühne: Ralph Zeger
Kostüme: Yvette Schuster
Mit: David Allers, Marko Gebbert, Imanuel Humm, Eva Krautwig, Agnes Richter,
Luisa Taraz

 

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