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Ödön von Horváths Schauspiel "Der jüngste Tag" im Theater Krefeld

Premiere 31.5.2008, 20 Uhr

 

Existenzielle Fragen nach Schuld und Sühne – es geht um die moralische Verantwortung des Einzelnen. Dabei reicht Horváths Welt über das Irdische hinaus: Gibt es „einen Gott im Himmel, der über uns wacht, damit die Wahrheit durchdringt und die Gerechtigkeit siegt“? Kann der Mensch aus seiner Einsamkeit errettet werden?

Zum Inhalt: Eigentlich will die hübsche Wirtstochter Anna (Floriane Kleinpaß) den akkuraten Bahnhofsvorsteher Thomas Hudetz (Stefan Diekmann) nur ein wenig provozieren. Wohl wissend, dass Hudetz’ eifersüchtige Ehefrau (Ines Krug) die Szene beobachtet, verwickelt sie ihn in ein Gespräch und küsst ihn unvermittelt, genau in dem Moment, als ein Zug vorbeirast. Hudetz gibt kein Signal – und wenige Augenblicke später ist es, „als wär die Erde explodiert“: Achtzehn Menschen kommen bei dem furchtbaren Zugunglück ums Leben. Fassungslose Bestürzung herrscht in der Stadt, doch Thomas Hudetz scheint über jeden Zweifel erhaben: Unter Eid sagt Anna aus, der Bahnhofsvorsteher habe das Signal rechtzeitig gegeben. Hudetz wird freigesprochen, und seine Frau, die ihren Mann rasend vor Eifersucht schwer belastet hatte, wird in die völlige Isolation getrieben. Doch Anna kann mit ihrer Lüge nicht leben: Immer stärker quält sie ihr Gewissen. Bis sie eines Tages auf mysteriöse Weise verschwindet...

 

Inszenierung: Bernarda Horres, Bühne und Kostüme: Anja Jungheinrich,

Musik: Mark Polscher.

 

Karten gibt es an der Theaterkasse, Tel.: 02151/805-125, an allen

Ticket-Online-Vorverkaufsstellen oder unter www.ticketonline.de

 

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