Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Oldenburgischen Staatstheater: DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS und DIE LABORANTINOldenburgischen Staatstheater: DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS und...Oldenburgischen...

Oldenburgischen Staatstheater: DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS und DIE LABORANTIN

5. und 9. Juni 2021

1. DIE WIEDERVEREINIGUNG DER BEIDEN KOREAS

Schauspiel von Joël Pommerat

Premiere: Samstag 05. Juni 2021, 19.30 Uhr, Großes Haus

Ein Stück für siebenundzwanzig Frauen, vierundzwanzig Männer und jemanden, der singt. In zwanzig wundervollen Einzelszenen zeigt Joël Pommerat die Extreme menschlicher Beziehungen auf. Vom ekstatischen Liebesglück bis hin zum Tod durch vernichtende Entfremdung – alles hat Platz in diesem großen Reigen der Dramatik.

 

Copyright: Oldenburgisches Staatstheater

Die Charaktere, die Pommerat hierfür wählt, sind dabei stets außergewöhnlich und finden wenig Vergleichbares in der Theaterliteratur. Ein Priester, der sich von seiner langjährigen Geliebten trennen will, ein kinderloses Ehepaar, das einen Babysitter einstellt, eine Frau ohne Gedächtnis, die ihren Ehemann täglich neu kennenlernt, sind dabei nur ein kleiner Teil des traurig-komischen Figurenpanoptikums, das dieses Stück bevölkert und dem ein großartiges Ensemble Leben einhaucht. Als musikalischer roter Faden im Labyrinth der obskuren Begegnungen leiten uns dabei die schönsten B-Seiten der Musikgeschichte.

aus dem Französischen von Isabelle Rivoal

Besetzung: Regie: Peter Hailer; Bühne: Dirk Becker; Kostüme: Etta Braukmann; Musikalische Leitung: Cindy Weinhold; Dramaturgie: Jonas Hennicke

Mit: Zainab Alsawah, Thomas Birklein, Veronique Coubard, Gerrit Frers, Julia Friede, Fabian Kulp, Yasin Özen, Tobias Schormann, Klaas Schramm, Anna Seeberger, Manuel Thielen, Cindy Weinhold, Helen Wendt

***

2. DIE LABORANTIN von Ella Road
Deutsch von John Birke
Premiere: Mittwoch 09. Juni 2021, 20 Uhr, Kleines Haus

Bea ist Laborantin in einer modernen Klinik, die die komplexen Ergebnisse einer genetischen Blutuntersuchung in einem einzigen Wert zusammenfasst. Was als Fortschritt für die individuelle Gesundheitsvorsorge gedacht war, wirkt sich schnell auf alle Lebensbereiche aus: Bei der Beantragung eines Kredites, im Bewerbungsverfahren für einen neuen Job oder auf Dating-Portalen – überall wird das individuelle Rating abgefragt. Als Bea Aaron kennen lernt, ist es dann auch nicht nur sein tolles Aussehen und sein unwiderstehlicher Humor, der sie beeindruckt, sondern eben auch ein Spitzen-Rating von 8,9. Ein Traummann.

Beas Freundin Char hingegen wurde nur auf 2,2 getestet und hat damit trotz bester Ausbildung keinerlei Chance auf ihren Traumjob. Um Char aus der Klemme zu helfen, ändert Bea kurzerhand die Testergebnisse und entdeckt dabei einen lukrativen Nebenerwerb: Wenn eine simple Zahl über die eigene Zukunft entscheidet, ist ein gefälschter Test bares Geld wert.

Jeder kennt den kleinen Piks bei der Blutuntersuchung im Rahmen der regelmäßigen Gesundheitsvorsorge. Das Blutbild gibt Auskunft über unseren allgemeinen Gesundheitszustand. Was aber, wenn diese Blutprobe auch potentielle Erbkrankheiten, Gendefekte, die Wahrscheinlichkeit psychischer und körperlicher Erkrankungen, kurz, unsere gesundheitliche Zukunft vorhersagt?

Die junge britische Autorin Ella Road beschreibt in ihrem Debütstück eine dystopische Zukunft, in der sich die Gesellschaft schleichend und freiwillig einem Bewertungsraster unterwirft, das Menschen in gesunde und potenziell Kranke aufteilt.

Besetzung: Regie: Jana Milena Polasek; Bühne: Marina Stefan; Kostüm: Heather Rampone-Gulder, Peter Schickart; Musik: Peter Schickart; Licht: Regina Kirsch; Dramaturgie: Matthias Grön

mit: Zainab Alsawah, Thomas Birklein, Veronique Coubard, Fabian Kulp, Helen Wendt

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑