Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Oskar und die Dame in RosaOskar und die Dame in RosaOskar und die Dame in...

Oskar und die Dame in Rosa

Premiere 27. Januar, 20:30 Uhr im Theater im Hof, Bozen

Die wirklich wichtigen Fragen über Krankheit, Leben und Tod zum Beispiel beantwortet kein Lexikon befriedigend und eindeutig. Das meint Oskar, ein zehnjähriger Junge, der an Leukämie erkrankt ist. Die Menschen lachen seit seiner Krankheit nicht mehr mit ihm wie früher. Will man über den Tod reden, wechseln alle schnell das Thema und sind traurig und betroffen.

 

Nur eine Frau nicht – Oma Rosa. (La Dame rose, so werden Frauen genannt, die in französischen Kinderkliniken freiwillig Betreuungsaufgaben übernehmen). Sie ermutigt ihn, all die bohrenden Fragen aufzuschreiben und herauszulassen, Platz zu schaffen für – Leben. Wem könnte man diese Fragen besser stellen, als Gott?

Oma Rosa ist eine ganz besondere Frau: sie beschwichtigt nicht, schweigt nicht, wenn andere sprachlos sind, sie hat mit Herzenswärme, Lebenserfahrung und pragmatischer Religiosität versucht, den zehnjährigen Jungen bis zum Ende zu begleiten, indem sie ihm rät, sich jeden verbleibenden Tag wie zehn Jahre vorzustellen. Und so durchlebt Oskar auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben im Zeitraffer: Pubertät, erste Liebe, Eifersucht, Midlife-Crisis und schließlich das Alter.

 

Der französische Autor Eric-Emmanuel Schmitt ist zurzeit in aller Munde. Er kreiert Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlichster Prägung und vermittelt dabei ganz neue Sichtweisen auf deren Schicksale. Oskar und die Dame in Rosa ist eine Hymne auf das Leben.

 

Marcelo Diaz (Buenos Aires/Madrid) leitete 10 Jahre das „Theater an der Sihl“ in Zürich und arbeitet seither als freischaffender Regisseur. Mit dem „Theater in der Hoffnung“ arbeitete er bereits vor 10 Jahren Zusammen („Mirad, ein Junge aus Bosnien“)

 

Gertraud Ingeborg (Sydney/Graz) spielt La Dame Rose und war im „Theater im Hof“ bereits in dem sehr erfolgreichen Stück „Nacht, Mutter“ zu sehen.

 

Kerstin Hägele arbeitete am Schauspielhaus Zürich und etliche Jahre für das „Theater in der Hoffnung“. Momentan ist sie freischaffend und lebt in Stuttgart.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑