Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Otello" von Giuseppe Verdi in Gelsenkirchen"Otello" von Giuseppe Verdi in Gelsenkirchen"Otello" von Giuseppe...

"Otello" von Giuseppe Verdi in Gelsenkirchen

Premiere am Sonntag, 27. Januar 2008, um 18.00 Uhr im Großen Haus des Musiktheaters im Revier

 

Ursprünglich wollte Verdi seine Oper „Otello“ nach Jago benennen – und hätte damit einen der größten Schurken, eine zynische Ausgeburt machiavellistischen Weltverständnisses, in das Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

 

 

Aber das Drama nähme ohne den Nährboden, durch den sich das ätzende Gift der Jago’schen Intrige hindurch frisst, nicht seinen Lauf: die in ihrer Arglosigkeit erschütternde Liebe Desdemonas und die blinde Leidenschaft Otellos, die mit Eifer sucht, was nicht zu finden ist. Als schließlich Otello Desdemona erdrosselt, scheint Jagos Werk vollendet – bis sich Otello aus Einsicht in seinen Fehler selbst richtet und dem Menschlichen zum späten tragischen Triumph verhilft.

 

Triumphieren konnte auch der Komponist, schuf er doch mit dieser schonungslosen Auslotung der menschlichen Seele auf der Basis der Shakespeare-Tragödie „Othello“ eines der erschütterndsten Dramen am Übergang von der Gesangsoper zum Musikdrama. Er löste dabei das tradierte Nummernschema zu Gunsten des musikdramatischen Flusses fast vollständig auf, gewichtete das Verhältnis von Orchester zu den Sängern neu und schuf so einen schier ununterbrochenen inneren Spannungsbogen, der atemlos macht.

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Samuel Bächli

Inszenierung: Dieter Kaegi

Bühne und Kostüme: Stefanie Pasterkamp

Chor: Christian Jeub

Dramaturgie: Wiebke Hetmanek

 

Besetzungen:

Otello – Keith Olsen, Jago – Jee-Hyun Kim, Cassio – Rémi Garin, Rodrigo – William Saetre,, Lodovico – Christian Helmer/Nicolai Karnolsky, Montano– Wolf-Rüdiger Klimm, Desdemona - Hrachuhí Bassénz/Noriko Ogawa-Yatake, Emilia – Anna Agathonos

 

Eine Koproduktion mit der Opera Ireland, Dublin und dem Theater Lübeck.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑