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Peter Iljitsch Tschaikowsky, "Eugen Onegin" am Oldenburgischen Staatstheater

Premiere Fr 28. März 2014 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Jugend in der russischen Provinz: Während Olga unbeschwert das Leben an der Seite ihres Verlobten Lenski genießt, träumt ihre Schwester Tatjana davon, aus der Enge ihres Heimatortes auszubrechen. Als eines Tages der weltgewandte Onegin in ihr Leben tritt, projiziert Tatjana all ihre Sehnsüchte auf ihn.

 

In einem Brief gesteht sie ihre Liebe, doch Onegin, der nicht an einer Heirat interessiert ist, weist sie ab. Einige Zeit später begegnen sich die beiden bei einem Fest zu Ehren Tatjanas wieder. Um seinen Freund Lenski zu provozieren, tanzt Onegin den ganzen Abend mit Olga. Die Situation eskaliert: Lenski fordert Onegin zum Duell heraus und unterliegt. Nach vielen Jahren, in denen er voller Schuldgefühle über Lenskis Tod rastlos durch Europa gereist ist, kehrt Onegin zurück nach Russland, wo er Tatjana wiedertrifft, die inzwischen mit dem Fürsten Gremin verheiratet ist. Mit einem Mal bereut er seine früheren Entscheidungen...

 

Tschaikowsky wandte sich mit Eugen Onegin bewusst von den historischen Stoffen und nationalen Mythen der großen Oper ab. Stattdessen fand er in Puschkins Versroman, der auch als »Enzyklopädie des russischen Lebens« bezeichnet wurde, eine Vorlage für die Porträts von vier jungen Menschen, die alle ihren Platz im Leben suchen und sich von ihren ursprünglichen Lebensentwürfen lösen müssen. Zusammengehalten wird die Handlung, die sich über viele Jahre erstreckt, durch musikalische Erinnerungsmotive: Sie verdeutlichen die inneren Konflikte und die Entwicklung der Figuren.

 

Die Regisseurin Julia Hölscher, die sich in der letzten Spielzeit mit Crusoe vorstellte, kehrt für Eugen Onegin nach Oldenburg zurück.

 

Lyrische Szenen in drei Akten (1879)

Text von Konstantin Schilowsky nach Puschkins Versroman (1833)

in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Thomas Bönisch;

Inszenierung: Julia Hölscher;

Bühne: Cora Saller

Kostüme: Susanne Scheerer;

Dramaturgie: Rebecca Graitl;

Choreografische Mitarbeit: Johanna Roggan

 

Mit: Maria Kalesidis, Geneviève King, Helena Köhne, Linda Sommerhage; Paul Brady, Leonard Katarzynski/ Philipp Zehnoff, Henry Kiichli, Benjamin LeClair, Daniel Ohlmann, Michael Pegher

 

Opernchor und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheaters

Oldenburgisches Staatsorchester

 

Weitere Vorstellungen: Mi 23. und Di 29. April

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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