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Peter Tschaikowskys "Pique Dame" in der Oper Stuttgart

Premiere Sonntag, 11. Juni 2017, 18 Uhr // Opernhaus. -----

Mit Tschaikowskys Pique Dame setzt die Oper Stuttgart ihre Erkundung der russischen Kultur fort. Während Mussorgskijs Chowanschtschina vom Untergang des alten Großfürstentums Moskau und vom Sieg Peters des Großen erzählt, spielt Tschaikowskys Pique Dame in jener Stadt, die Peter als absolutistischen Gegenentwurf zur alten Hauptstadt aus dem Nichts geschaffen und auf den Knochen zehntausender Zwangsarbeiter errichtet hat: St. Petersburg.

Ähnlich wie sein Zeitgenosse Dostojewsky in seinen Romanen transponiert Tschaikowsky mit dem delirierenden Psychogramm seiner 1890 uraufgeführten Oper Pique Dame Motive aus Alexander Puschkins gleichnamiger 1834 erschienener Erzählung in die eigene Gegenwart.

 

Alexander Puschkin hat in seinem Poem vom Ehernen Reiter den Mythos dieser Stadt begründet: Sein Held wird vom Reiterstandbild des Stadtgründers in den Wahnsinn gehetzt. Auch German, Protagonist seiner 1834 erschienenen Erzählung Pique Dame, fühlt sich von einem Geist verfolgt und endet im Wahnsinn. Es ist der Geist einer Gräfin, die in ihrer Jugend als „Moskowitische Venus“ am französischen Hof Furore machte und von dort das Geheimnis dreier unfehlbarer Karten mitgebracht haben soll. Mehr und mehr verdrängt in Germans Seele der erträumte Sieg im Glücksspiel die erotische Erfüllung seiner Liebe zu Lisa und führt ihn in eine tödliche Liebesumarmung mit der alten Gräfin.

 

Für das preisgekrönte Trio Anna Viebrock (Bühne und Kostüme), Jossi Wieler und Sergio Morabito (Regie und Dramaturgie) ist es die erste gemeinsame Auseinandersetzung mit einer Oper die-ses Komponisten. Auch Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling, der die Musikalische Leitung innehat, wird erstmals eine Oper Tschaikowskys dirigieren.

 

In der Produktion stehen etliche wichtige Rollendebüts von Ensemblemitgliedern und Gästen an: Ks. Helene Schneiderman wird ihr lang erwartetes Debüt in der Titelpartie geben. Tenor Erin Caves kehrt als Gast nach Stuttgart zurück und singt erstmals German. Auch Ensemblemitglieder Rebecca von Lipinski (Lisa) und Ks. Shigeo Ishino (Fürst Jeletzkij) debütieren jeweils in ihren Rollen. Bariton Vladislav Sulimsky wird als Graf Tomskij sein Hausdebüt geben.

 

Musikalische Leitung Sylvain Cambreling

Regie und Dramaturgie Jossi Wieler, Sergio Morabito

Bühne und Kostüme Anna Viebrock

Licht Reinhard Traub

Chor und Kinderchor Johannes Knecht

 

Besetzung

 

German Erin Caves

Graf Tomskij Vladislav Sulimsky

Fürst Jelezkij Shigeo Ishino

Tschekalinskij Torsten Hofmann

Ssurin David Steffens

Tschaplizkij Gergely Németi

Narumow Michael Nagl

Gräfin Helene Schneiderman

Lisa Rebecca von Lipinski

Polina Stine Marie Fischer

Gouvernante Maria Theresa Ullrich

Mascha Yuko Kakuta

 

Staatsopernchor Stuttgart

Staatsorchester Stuttgart

Kinderchor der Oper Stuttgart

 

Weitere Vorstellungen 14. |24. | 27. Juni 2017

01. | 06. | 24. Juli 2017

 

Karten über www.oper-stuttgart.de, Kartentelefon: 0711. 20 20 90, und an der Abendkasse

Weitere Informationen zur Neuproduktion unter www.oper-stuttgart.de/pique-dame

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