Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Preis der deutschen Theaterverlage“ 2012 geht an das Badische Staatstheater in Karlsruhe„Preis der deutschen Theaterverlage“ 2012 geht an das Badische Staatstheater...„Preis der deutschen...

„Preis der deutschen Theaterverlage“ 2012 geht an das Badische Staatstheater in Karlsruhe

Nach der Auszeichnung des Deutschen Theaters Berlin im letzten Jahr, verleiht die Stiftung des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage in dieser Spielzeit den Preis der Deutschen Theaterverlage an die Musiktheatersparte des Badischen Staatstheaters Karlsruhe.

Die Jury begründet die Entscheidung wie folgt:

 

Bereits im ersten Jahr der Intendanz von Peter Spuhler ist es dem Badischen Staatstheater gelungen, dem Haus ein unverwechselbares Profil zu geben und damit überregional Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In der aktuellen zweiten Saison zeichnen sich klare Konturen einer Theaterarbeit ab, die nicht nur im Bereich des Spielplans, sondern auch bei Regie, Ensemble, Kinder- und Jugendprogrammen sowie Vermittlung starke Akzente setzt. Zusammen mit den Wiederaufnahmen der Saison 2011/12 präsentiert sich das Badische Staatstheater allein im Musiktheater mit einem 20 Premieren umfassenden Spielplan, der an Vielfalt seinesgleichen sucht.

 

Unter einer größeren Zahl von Theatern, die sich durch ihre mutige und unkonventionelle Spielplanpolitik für den Preis empfohlen haben, sticht das Badische Staatstheater als ein Haus hervor, in dem konzeptionelle Impulse in durchweg allen Bereichen des Repertoires Wirkung zeigen. Beeindruckend ist nicht nur die Stringenz, mit der thematische Linien verfolgt werden (u.a. Politische Oper, Französische Oper des 19. Jahrhunderts, Meisterwerke des 20. Jahrhunderts, Jugendopern, Wiederentdeckungen, Ur- und Erstaufführungen), sondern wie diese untereinander in sinnstiftende Bezüge zueinander gebracht werden, die über den vagen Assoziationsrahmen eines Spielzeit-Mottos weit hinausgehen. Beeindruckend ist die Unbeirrtheit mit der Intendant Peter Spuhler, GMD Justin Brown, Chefdramaturg Dr. Bernd Feuchtner und Operndirektor Joscha Schaback an die Substanz zeitgenössischer Werke glauben und sie erneut auf den Prüfstein stellen, auch, oder gerade weil sie in früheren Produktionen ihr Potenzial nicht entfalten konnten.

 

Für überraschende Brückenschläge zwischen Alt und Neu werden auch die Händel-Festspiele genutzt, die unter der künstlerischen Leitung des Chefdramaturgen stehen. In dieser Spielzeit etwa mit der originellen Gegenüberstellung von Händels Oratorium „Der Sieg von Zeit und Wahrheit“ und Gerald Barrys 1994 uraufgeführter Oper – und Händel-Hommage – „Der Sieg von Schönheit und Täuschung“, die erst einmal in Deutschland bei den Berliner Festspielen 2002 zu sehen war.

 

Die Preisverleihung wird im Anschluss an diese Doppelpremiere am Samstag, 16. Februar 2013, im Rahmen der 36. Händel Festspiele Karlsruhe im Großen Haus des Badischen Staatstheaters durch den Vorsitzenden der StiftungVDB Bernd Schmidt erfolgen.

 

Zur Jury der Stiftung des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage gehören die Dramatiker Rebekka Kricheldorf und Marius von Mayenburg, der Komponist Manfred Trojahn, sowie die Bühnenverleger Thomas Maagh (Verlag der Autoren) und Frank Harders-Wuthenow (Boosey & Hawkes).

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

"Krabat", Ballett nach einem Buch von Otfried Preußler von Demis Volpi in der Deutschen Oper am Rhein

Das 2013 in Stuttgart uraufgeführte Handlungsballett „Krabat“ nach dem beliebten Roman von Ottfried Preußler, in dem er eine sorbische Sage verarbeitet, hatte jetzt an der Deutschen Oper am Rhein…

Von: Dagmar Kurtz

Rocky Horror Picture Show trifft auf Homer

Heftiges Klopfen an der Tür. Es ist nicht der verstorbene Komtur, sondern ein junges Paar, das Einlass begehrt. In ihrer Inszenierung des „Don Giovanni“ für die Deutschen Oper am Rhein“ nutzt Karoline…

Von: Dagmar Kurtz

Der schöne Schein

Täuschungen über Täuschungen, Doppelmoral und Betrug. In der Operette „Die Fledermaus“ macht jeder jedem etwas vor, allein die schwungvolle Musik mit Wiener Walzerseligkeit täuscht darüber hinweg und…

Von: Dagmar Kurtz

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑