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"Private Lives" in Hannover

Eine Komödie von Noël Coward

Premiere am 16. September in der Cumberlandschen Galerie

 

Sybil und Elyot sind auf Hochzeitsreise an der französischen Riviera. Mit Entsetzen stellt Elyot fest, dass seine Ex-Frau Amanda, ebenfalls auf Hochzeitsreise mit ihrem Mann Victor, auch im Hotel wohnt.

Unabhängig voneinander wollen beide sofort abreisen, was ihre frisch angetrauten Partner nicht verstehen. Auf der Hotelterrasse treffen Amanda und Elyot aufeinander – und verlieben sich erneut stürmisch ineinander. Sie lassen

ihre jeweiligen Ehepartner zurück und brennen nach Paris durch. Sie schaffen

sich in Amandas Wohnung ein heimliches Liebesnest. Doch schon bald stellen

sich die alten handgreiflichen Eifersuchtsszenen und Streitereien wieder

ein.

 

Als Sybil und Victor unerwartet in der Tür stehen, finden sie ein tobendes,

ineinander verkralltes Paar auf dem Fußboden vor und sind entsetzt. Am

nächsten Morgen setzen sich die vier zusammen und überlegen, wie die

Situation zu klären sei. Doch die Situation eskaliert erneut. Nun streiten

alle vier und bilden wechselnde Koalitionen.

 

Noël Coward, 1899 in London geboren und 1973 auf Jamaika gestorben, war

Autor, Schauspieler, Regisseur, Komponist und Maler. Er wurde in den

dreißiger Jahren mit seinen Komödien berühmt, in denen er moralische

Konventionen und überkommene Lebensart verspottet. Er war der Dramatiker der desillusionierten, orientierungslosen und wohlstandverwahrlosten jungen

Leute der 20er und 30er Jahre. Seine Figuren verschließen sich vor der

äußeren Welt, kapseln sich ab in teuren Hotelzimmern oder geräumigen

Appartements, folgen dort einem luxuriösen Lebensstil. Sie vermeiden jede

ernsthafte Beschäftigung, kreisen erschöpft und berauscht zugleich immer

wieder eitel und hilflos um sich selbst. Sie fangen kleine Liebschaften in

der Hoffnung an, dieses eine Mal könnte es anders, ernsthafter, dauerhaft

werden und verachten die Konventionen und Normen der Elterngeneration.

 

Mit Isabel Barth, Holger Bülow, Bernd Geiling, Picco von Groote

Regie Henner Kallmeyer

Bühne und Kostüme Franziska Gebhardt

Dramaturgie Robert Koall

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