Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ralph Benatzkys Operette „Im weissen Rössl“ am Theater BremenRalph Benatzkys Operette „Im weissen Rössl“ am Theater BremenRalph Benatzkys Operette...

Ralph Benatzkys Operette „Im weissen Rössl“ am Theater Bremen

Premiere am 26. Februar 2015 um 19.30 Uhr im Theater am Goetheplatz. -----

Dort, wo das Glück für jeden vor der Tür steht und der Himmel stets blau ist – dort liegt das schöne St. Wolfgang. Die Wirtin Josepha kümmert sich zwischen Paprikahendln und Busladungen voller Touristen um das Vergessen der Alltagssorgen ihrer Gäste und nebenbei auch um ihr eigenes Liebesglück.

 

Dieses kapriziert sich unglücklicherweise nicht auf ihren Oberkellner Leopold (Johannes Kühn), der unsterblich in sie verliebt ist, sondern auf einen angesehenen Stammgast aus Berlin, Rechtsanwalt Prof. Dr. Dr. Dr. Siedler (Matthieu Svetchine). Verwicklungen sind vorprogrammiert, Patentstreitigkeiten um Hosen, die vorn beziehungsweise endlich auch hinten zu knöpfen sind, werden ausgetragen, eine echte Kaiserin kommt ums Eck und schreibt ins Poesiealbum und – am Ende wundert man sich dann doch.

 

Neben Ensemblemitgliedern des Schauspiels ist die Kabarettistin und Chansonnière Désirée Nick mit dabei. Der Schauspielregisseur Sebastian Kreyer, der zuletzt in Dresden, Zürich und Köln arbeitete und demnächst am Schauspielhaus Hamburg Dürrenmatts „Die Physiker“ inszenieren wird, widmet sich in Bremen erstmals einer Operette. Regisseur Sebastian Kreyer hat sich entschieden, die latente Anzüglichkeit der Operette in der Besetzung zu konkretisieren: in bester Berliner Aufführungstradition sind ausschließlich SchauspielerInnen besetzt, dazu spielen Männer Frauen und Frauen spielen Männer, und die Berliner Chansonnière und Kabarettistin Desiree Nick, die ohnehin das irgendwo Dazwischen favorisiert, ist ihre Gastgeberin ...

 

Neben den Bremer Philharmonikern und dem Chor des Theater Bremen (Musikalische Leitung: Daniel Mayr) ist mit Bendix Dethleffsen ein Bühnenmusiker mit dabei. Kreyer: „Uns geht es darum, das Maßlose und Unverschämte im Stück wieder zu entdecken und uns am Geist der Uraufführung zu orientieren, die eben auch keine Inszenierung mit Sängern, sondern mit Schauspielern war, und Freude hatte an Schalk und Aberwitz“. „Das weisse Rössl“ steht in der Tradition der großen Revuen der 20er Jahre und war somit Teil einer anarchisch-großstädtischen Unterhaltungskunst.

 

Sebastian Kreyer studierte Theaterwissenschaft, Philosophie und Soziologie an der Universität Leipzig und der Freien Universität Berlin. In der Spielzeit 2012/13 inszenierte er Tennessee Williams Drama „Die Glasmenagerie“ am Schauspiel Köln, womit er zum Festival „radikal jung“ am Münchner Volkstheater eingeladen wurde. Seither arbeitet er u.a. in Dresden, Zürich, München und am Hamburger Schauspielhaus. Das „weisse Rössl“ ist Kreyers erste Regie für das Theater Bremen.

 

Musikalische Leitung und Chor: Daniel Mayr

Inszenierung: Sebastian Kreyer

Bühne: Thomas Dreißigacker

Kostüme: Maria Roers

Dramaturgie: Benjamin von Blomberg / Katinka Deecke

 

Mit: Bendix Dethleffsen ,Peter Fasching, Lisa Guth, Johannes Kühn, Siegfried W. Maschek, Gabriele Möller-Lukasz, Désirée Nick, Justus Ritter, Johannes Scheffler, Matthieu Svetchine und dem Opernchor des Theater Bremen.

 

Es spielen die Bremer Philharmoniker.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑