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Rasmus Baumann wechselt ans Musiktheater im Revier

1. Kapellmeister aus Kassel wird Chefdirigent in Gelsenkirchen

 

Mit dem neuen Generalintendanten Michael Schulz wechseln zur Spielzeit 2008/09 in der künstlerischen Leitung weitere neue Mitarbeiter ans Musiktheater im Revier. So wird ab 2008 Rasmus Baumann, derzeit als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors am Staatstheater Kassel verpflichtet, das Amt des Chefdirigenten neben Musikdirektor Samuel Bächli übernehmen, dessen Vertrag nach der Saison 2008/09 endet.

 

 

 

Der gebürtige Gelsenkirchener war von 1998 bis 2003 am Aalto-Theater in Essen zunächst als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung später als 2. Kapellmeister engagiert und leitete in seiner noch kurzen Karriere bereits viele namhafte Orchester wie das NDR-Sinfonieorchester Hamburg, die Radiophilharmonie des NDR Hannover, die Bremer Philharmoniker, die Düsseldorfer, Bochumer und Nürnberger Symphoniker und das Beethoven Orchester Bonn sowie andere Orchester. Außerdem gastierte er bei Inszenierungen an der Staatsoper Hamburg, der Komischen Oper Berlin, am Staatstheater Nürnberg, der Oper Köln u.a.

 

Rasmus Baumann- künstlerischer Lebenslauf:

 

Rasmus Baumann, geboren 1973 in Gelsenkirchen, ist seit der Spielzeit 2003/04 Stellvertretender GMD und 1. Kapellmeister am Staatstheater Kassel. Dort stand er bisher bei den Premieren von „Orfeo ed Euridice“, „West Side Story“, „Das schlaue Füchslein“, „Die verkaufte Braut“, „Le nozze di Figaro“, „Osud“, „Katja Kabanowa“ und „L’Italiana in Algeri“ sowie bei zahlreichen Repertoire-Vorstellungen von „Elektra“ bis „Don Carlos“ am Pult des Staatsorchesters Kassel.

In der Spielzeit 2007/08 wird er dort die Tanztheater Produktion „Le Sacre du Printemps“, Verdis „Requiem“ (szenische Umsetzung) und „L´elisir d´amore“ leiten.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit in Kassel ist – neben den traditionellen Abonnementskonzerten – die Gestaltung von Sonderkonzerten, von denen die Reihe mit Filmmusiken („Film ab!“) geradezu Kultstatus erreicht hat.

 

1998/99 wurde er an das Aalto-Theater in Essen engagiert, zunächst als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung, in der Saison 2002/03 als 2. Kapellmeister. Er stand bei zahlreichen Vorstellungen am Pult der Essener Philharmoniker wie der Bergischen Symphoniker. Die Palette reichte dabei von der Barock-Oper („Ottone in villa“ von Vivaldi) über die deutsche, französische und besonders die italienische Oper des 19. und frühen 20. Jahrhunderts („Fidelio“, „Der Freischütz“, „Hänsel und Gretel“, „Carmen“, „Il barbiere di Siviglia“, „Don Pasquale“, „Il trovatore“, „La fanciulla del West“, „Andrea Chénier“), die Operette („Die Fledermaus”) und das Musical („Anatevka”) bis zu großen Ballettabenden mit „Le Sacre du printemps“, „Don Quixote“, „Carmina Burana”, „Das Lied von der Erde“ u.a.

Seit seinem Festengagement in Kassel ist er ununterbrochen als Gastdirigent am Aalto Theater tätig, aktuell in der Saison 2007/08 mit drei Produktionen („Italiana in Algeri“, „Schwanensee“ und „Carmina burana“).

 

Parallel zu seiner damaligen Essener Tätigkeit leitete er von 1999 bis 2003 als Chordirektor den Philharmonischen Chor Bochum und dirigierte regelmäßig – diese Arbeitsbeziehung dauert ebenfalls bis heute an - Konzerte mit den Bochumer Symphonikern.

 

Überhaupt ist Vielseitigkeit eines der Hauptmerkmale des Musikers (und leidenschaftlichen Jazzpianisten) Rasmus Baumann. Grenzen zwischen U und E kennt er nicht: Er hat als junger Mann Drumset in einer Heavy Metal Band gespielt, er macht weiterhin Kirchenmusik, er tritt zusammen mit den „Prinzen“ auf, er dirigierte das LJO Berlin in einigen der für das ZDF produzierten Fernsehsendungen „Klassik Kids“, er leitete kürzlich die Europäische Erstaufführung des Konzertes für Jazz-Bass und Orchester von Jeff Beal, und er gestaltete große und aufwendige Konzerte mit orchestralen Arrangements von Duke Ellington Stücken im Kasseler Staatstheater und in der Essener Philharmonie.

 

Mit Beginn seiner Laufbahn ist er zudem regelmäßig als Pianist in Liederabenden, Kammer- und Gesprächskonzerten in Erscheinung getreten und hat sich in diesem Bereich ein überaus umfangreiches Repertoire erarbeiten können.

 

Neben seiner musikalischen Tätigkeit hat er vor kurzem eine erfolgreiche Zusammenarbeit als Herausgeber mit dem renommierten Musikverlag Bärenreiter begonnen: Sein kürzlich veröffentlichter Klavierauszug von „Così fan tutte“ ist direkt mit dem Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition 2007“ des Deutschen Musikverlegerverbandes ausgezeichnet worden.

 

Ein Höhepunkt in seiner bisherigen Karriere war im April 2007 sein Debüt an der Hamburgischen Staatsoper mit zwei Vorstellungen von „La traviata“. Weiterhin gastierte er u.a. an der Komischen Oper Berlin, sowie an den Opernhäusern in Dortmund, Köln, Nürnberg, Heidelberg, Würzburg und Kaiserslautern.

In Osnabrück hatte er in der Spielzeit 2003/04 die musikalische Leitung der Neuinszenierung von Puccinis „Tosca“.

 

Als Konzertdirigent steht er regelmäßig am Pult u.a. des NDR-Sinfonieorchesters Hamburg, der Radiophilharmonie des NDR Hannover, der Bremer und Essener Philharmoniker, der Bochumer, Düsseldorfer, Nürnberger und Bergischen Symphoniker, des Beethovenorchesters Bonn, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, des RSO Warschau, der Polnischen Kammerphilharmonie Danzig sowie der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen.

 

Rasmus Baumann studierte Klavier an der Folkwang Hochschule in Essen bei Prof. Till Engel und Prof. Michael Roll und wurde in Bochum zum Kirchenmusiker ausgebildet. Sein Dirigierstudium absolvierte er bei Prof. Jiří Stárek und bei Prof. Wojciech Rajski an der Frankfurter Musikhochschule. Parallel nahm er an zahlreichen internationalen Meisterkursen in Salzburg (Mozarteum), Wien und Budapest teil.

Bereits während des Studiums dirigierte er das Musical “Die Schöne und das Biest” auf der Deutschland-Tournee 1995/96 und sammelte erste Theater Erfahrungen am Theater Solingen/Remscheid.

 

Rasmus Baumann erhielt 2001 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Münster und wurde 2002 in das „Dirigentenforum“, das Förderprogramm des Deutschen Musikrates für junge hochbegabte Dirigenten aufgenommen. Im September dieses Jahres wurde er in die dritte und letzte Förderstufe aufgenommen und wird im Rahmen des Deutschen Dirigentenpreises im Februar 2009 in Berlin dirigieren.

 

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