Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Reihe "Odem & Schall" - Westflügel Leipzig untersucht Musik als Handlungsträger im Figurentheater Reihe "Odem & Schall" - Westflügel Leipzig untersucht Musik als...Reihe "Odem & Schall" -...

Reihe "Odem & Schall" - Westflügel Leipzig untersucht Musik als Handlungsträger im Figurentheater

18. November bis 17. Dezember 2016, WESTFLÜGEL Leipzig | Hähnelstr. 27. -----

Die intensive Verbindung von Theater und Theatermusik wird beleuchtet und an ausgewählten Inszenierungen erfahrbar gemacht. Dafür sind Aufführungen eingeladen, in denen sehr deutlich wird, dass bestimmte Sachverhalte und Zusammenhänge allein durch die Musik erzählt werden. Inszenierungen, die zeigen, dass Musik und Figurenspiel sich nicht begleiten oder ergänzen, sondern unweigerlich zusammenfallen und es nur durch die Gleichzeitigkeit oder Gleichwertigkeit eine Erzählung gibt.

So wie im Figurentheater als Ausgangspunkt des Erzählens das Material steht – Gegenstände, Puppen, Masken, Texte, Lieder, Rohstoffe – so verläuft auch in der Musik ein ähnlicher Prozess. Der Musiker untersucht, was für Klänge, Geräusche, Melodien und Assoziationen ein Instrument mit sich bringt. Was erzählen Lieder, ein experimenteller Gebrauch des Instruments oder die Stille? Wie verhält es sich mit Gesang, Atmung und Präsenz?

 

Unter dem Label Odem & Schall wird jener Moment untersucht, wo Figurentheater und Musik nicht mehr zu trennen sind. Es wird jene künstlerische Erfahrung erarbeitet, in der Luft und Klang zu Material wird, aus dem Figurentheater entsteht.

 

Aufführungen im Rahmen von „Odem & Schall“ im Westflügel Leipzig

 

18./19./20. Nov, jew. 20h

Sibirien | Figurentheater Wilde & Vogel

Ein musikalisches Universum

Spiel, Bühne und Figuren: Michael Vogel :::

Live-Musik: Charlotte Wilde :::

Assistenz: Maria Koch :::

Regie: Christiane Zanger :::

Koproduktion mit dem FITZ! Zentrum für Figurentheater Stuttgart und dem Lindenfels Westflügel Leipzig

 

"Die Einsamkeit ist die Rückeroberung der Lust an den Dingen." (Sylvain Tesson) Die landschaftliche Grenzenlosigkeit Sibiriens, seine Leere, seine Kälte und vermeintliche Lebensfeindlichkeit wird hier zur Metapher. Sibirische Einsamkeit schmeckt nach Schwarzerde, Schnee und Wodka. Die Stille und der Rausch gebären Trugbilder, Ohrwürmer und Klartext.

 

In der Einsamkeit, im inneren Sibirien, dort, wo es jeder mit sich selbst zu tun bekommt, beginnt das Unberechenbare, Lebensfragen erhalten besondere Dringlichkeit. Womit verbringen wir unsere Zeit? Was erhalten wir aufrecht, wenn niemand uns beobachtet? Wonach sehnen wir uns? Was überfällt uns in der Leere? Inspiriert von eigenen Reiseerlebnissen und Dichtern mit „Sibirien-Erfahrung“ entstand ein

musikalisches Universum, in dem mittels Fäden, Fragmenten und Figuren die menschliche Existenz befragt wird.

 

Eine Theater-Expedition, die an brisante Orte führt und Emotionen weckt. Das Spiel geht mit ungebrochener Reiselust und frei nach Ossip Mandelstam über das Ende hinaus: „Nur noch Sterben – und dann noch: der Sprung auf das Pferd.“

 

1./2. Dez, jew. 20h

Nachtkonzert | Le Grand Pas de deux

Ein Duett von Frank Soehnle, Figurenspieler, und Jesper Ulfenstedt, Kontrabassist

 

3. Dez, 20h und 4. Dez, 18h

Rothschilds Geige | figuren theater tübingen

Nach der Erzählung von Anton Tschechow

 

9. Dez, 20h und 10. Dez, 19h

Der Tod und das Mädchen –Streichquartett Nr. 14 d-Moll D. 810 von Franz Schubert |

flunker produktionen

Inszenierung für Streichquartett, Theater und Figuren

 

15./16./17. Dez, jew. 20h und 18. Dez, 18h

Krabat | Grupa Coincidentia, Wilde & Vogel

Ein Theaterabenteuer mit Puppen, Masken und Musik für junge Menschen ab 12 und

Erwachsene nach dem Roman von Otfried Preußler

 

Karten: 12,- Euro / 8,-

Reservierung: service@westfluegel.de, Tel. 0341/260 9006 (Mailbox)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑