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REVUE im Theater Thikwa Berlin

PREMIERE Mi 5. Juli 29017 | 20 Uhr | Studio. -----

Revueshows sind Kostümshows riesiger Ensembles. Erzeugte Erholungsräume, die wie Hollywood-Blockbuster zum Zurücklehnen und Konsumieren einladen. Drei Performer*innen des Theater Thikwa stellen sich der Aufgabe, alle Superlative einer großen Show zu sprengen.

Mit bizarren Objekten bestückt, werden ihre Körper zu Ausstellungsflächen (un-)sichtbarer Prothesen, erheben sich zu Ikonen der Show und mutieren zu wildgewordenen Cyberhelden. Es wird laut, blutig und glamourös.

 

REVUE beschäftigt sich mit „Human Enhancement“, bei dem neben Defizitausgleich auch eine Erweiterung menschlicher Fähigkeiten Ziel ist. Prothesen gleichen also entweder körperliche Mängel aus oder ermöglichen uns Dinge zu tun, die die Natur so nicht für uns vorsah. Auch Hilfsmittel wie Mikrochips und chemische Wirkstoffe sind dabei willkommen. Prothesen müssen nicht immer sichtbar sein. Superperformer erobern die Manege!

 

REVUE ist die Weiterführung eines Kooperationsprojekts zwischen Theater Thikwa und dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen, bei dem 2014 Student*innen, darunter auch Jana Blöchle, kleine Performances mit Thikwa-Performer*innen erarbeiteten, die in Gießen unter dem Titel „Café Müller – Camusflage“ aufgeführt wurden. Jetzt stellt Thikwa den beiden Absolvent*innen seine Ressourcen für ein gemeinsames Projekt zur Verfügung.

 

Jana Blöchle und Dominik Fornezzi arbeiten seit 2013 kontinuierlich unter Blöchle/Fornezzi zusammen. In dem Zeitraum sind vier Arbeiten (“Face den Strauss: Fang den Vogel” (Theater der Künste Zürich/ Theatermaschine Gießen), “auctio vacui” (Ackerfestival Berlin), “Voerstellung” (Biomalzfabrik Teltow/Berlin), “RFID choreographies” (Treibstoff Theatertage Basel/Messe Basel) entstanden. Blöchle/Fornezzi arbeiten jeweils mit unterschiedlichen Kollaborateur*innen aus Kunst und Wissenschaft zusammen. Sie verstehen ihre Arbeit als epistemische Praxis, die durch eine disziplinenübergreifende Zusammenarbeit im Sinne eines „Experiments“ agiert und sich entwickelt. Ästhetische Bezüge der Arbeiten sind jeweils abhängig von den Kollaborateur*innen sowie dem Kontext, also dem Ausstellungs-/Aufführungsort.

„Identitäten der Netzkultur“ und der Begriff des „Ausstellens“ waren und sind die letzten zwei Jahre zentrale Inhalte ihrer Arbeit.

 

Performance: Addas Ahmad, Oliver Rincke, Mereika Schulz |

Konzept: Blöchle/Fornezzi

Regie/Bühne: Blöchle/Fornezzi & Ines Wuttke

künstlerische Objekte/Kostüm: Elke Hennen

 

eine Koproduktion von Blöchle/Fornezzi und Theater Thikwa

 

weitere Vorstellungen: Do 6. – Sa 8. Juli | 20 Uhr

 

Theater Thikwa www.thikwa.de

Fidicinstraße 40, 10965 Berlin Kreuzberg, U6 Platz der Luftbrücke

Reservierung: 030 61 20 26 20

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