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ROMEO UND JULIA - Ballett von Jochen Ulrich nach der Tragödie von William Shakespeare - Landestheater Linz

Premiere 25. Mai 2013 um 19.30 Uhr im Großen Saal des Musiktheaters am Volksgarten. -----

Die Liebesgeschichte zweier junger Menschen, die sich den Widerständen ihrer Umgebung zum Trotz in Leidenschaft füreinander verzehren. Ein unseliges Schicksal führt Romeo und Julia in den Tod, der zugleich alter Feindschaft und bitterem Hass ein Ende bereitet.

Am Ende steht die Versöhnung zwischen den verfeindeten Familien als Utopie. Im Kampf zwischen Gut und Böse – wobei das Böse der Krieg der verfeindeten Geschlechter, der Capulets und Montagues ist – werden die Kinder besiegt. Allzu arglos begegnet die Liebe in ihrer Unschuld und Reinheit extremem Hass und der gefährlichen Macht der von niederem Zwist gelenkten Köpfe: Streitigkeiten, klein und hinterhältig, weiten sich aus, ohne dass je nach dem „Warum“ gefragt wird oder man sie zu verhindern versucht, um schließlich jedes menschlichnatürliche Maß zu überschreiten.

 

Mit der Liebe zwischen Romeo und Julia über alle Gesellschaftskonflikte hinweg nimmt Shakespeares Tragödie ihren Lauf. Julia entscheidet sich trotz panischer Angst für jenen Liebestrank, der sie zur Scheintoten macht; Romeo – aus Verona verbannt, weil er Tybalt im Duell erstach – riskiert sein Leben, um Julia noch einmal zu sehen …

 

Jochen Ulrichs Ballett wird den von Shakespeare in der Renaissance angesiedelten Stoff in seiner Zeitlosigkeit aufgreifen und als ein auch unserer Zeit verpflichtetes Panorama entwerfen. Verona

ist ein verbrannter und vom Krieg der Familien verwüsteter Schauplatz, an dem das „militantfaschistoid“

geführte Herrscherhaus Capulet mit einer jungen, revoltierenden „Streetgang“ der Montagues konfrontiert wird. Die Liebe zwischen der von ihrer Familie wie eine Gefangene gehaltenen Julia und dem dagegen anrennenden Romeo hält den verstellten Wegen und unüberwindbaren Grenzen dieses Verona nicht stand und führt zum unausweichlichen Tod der Liebenden. Doch zuvor vollführen beide einen verzweifelten, aufbegehrenden Tanz aus taumelndem Glück und entrücktem Schweben über einem Abgrund aus Angst. Sergej Prokofjews vielleicht bedeutendster Beitrag zur Gattung des Balletts wurde 1938 in Brünn uraufgeführt. Die Komposition zeigt in ihren dissonant aufgeladenen, mächtigen Ritualen deutlich eine Zeit der drohenden Katastrophe. Alle innige und zarte Musik der Liebenden wird

hieran schroff gebrochen.

 

Die Linzer Produktion beruht auf einer Choreographie und Inszenierung von Jochen Ulrich aus dem Jahr 1991 mit dem Tanz-Forum Köln und wurde von Darie Cardyn und Leszek Kuligowski

einstudiert und adaptiert.

 

Musik von Sergej Prokofjew

Libretto von Dietlind Rank

 

MUSIKALISCHE LEITUNG Dennis Russell Davies/ Daniel Linton-France

CHOREOGRAPHIE UND INSZENIERUNG Jochen Ulrich

EINSTUDIERUNG UND ADAPTION Darie Cardyn, Leszek Kuligowski

BÜHNE Kathrin Kegler

KOSTÜME Marie-Therese Cramer

DRAMATURGIE Julia Zirkler

 

BESETZUNG

 

Die Montagues

Romeo Jonatan Salgado Romero

Mercutio Wallace Jones / Alexander Novikov

Benvolio Alexander Novikov / Emanuele Rosa

Balthasar Emanuele Rosa

Rosalinde Clara Pascual Martí

Bianca Tine Schmidt

Victoria Thomas Lorenz Hofer

 

Die Capulets

Lord Capulet Wolfgang Berner

Lady Capulet Irene Bauer

Julia Agnes Schmetterer / Ilja van den Bosch

Amme Anna Štěrbová

Tybalt Ziga Jereb

Paris Matej Pajgert

Damen im Hause Capulet Ilja van den Bosch, Giselle Poncet, Nadine Horvath,

Ayumi Noblet, Ruth Kapelari, Sophy Ribrault

Herren im Hause Capulet Morgan Reid, Sergio Gianotti, Daniel Morales Pérez,

Gabriel Wanka, Luis Gonzaga Hoyos, Bram de Beul

Diener im Hause Capulet Juan Camillo

Pater Lorenzo Werner Kalb

 

Statisterie des Landestheaters Linz

Bruckner Orchester Linz

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