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"Salome" von Richard Strauss, Theater Erfurt

Premiere 10. April 2011, 15 Uhr, Großes Haus. -----

 

Salome, die Stieftochter des Herodes, lauscht fasziniert der Stimme Jochanaans, der in der Tiefe einer Zisterne gefangen gehalten wird. Sie bewundert den Menschen aus einer anderen Welt und verlangt ihn zu sehen.

 

Narraboth kann entgegen dem strengen Verbot des Königs dem Wunsch der geliebten Prinzessin nicht wiederstehen, ihr Jochanaan vorzuführen. Der Prophet erscheint und verkündet seine Lehren. Salome, die sich ihm in rasender Leidenschaft nähert, weist er angewidert von sich und kehrt in die Tiefe seines Gefängnisses zurück. Herodes sucht Zerstreuung und schwört, Salome jeden Wunsch zu erfüllen, wenn sie für ihn tanzt. Sie beginnt den Tanz der sieben Schleier und verlangt am Ende den Kopf des Jochanaan auf einer Silberschüssel. Salome betrachtet das Antlitz des Toten, über sein Ende triumphierend und es zugleich bedauernd. In ekstatischem Wahnsinn küsst sie ihn. Angeekelt und voller Angst vor den Folgen des Geschehens lässt Herodes Salome töten.

 

Nie zuvor hat ein Komponist Begierde, Leidenschaft und Rache so aufregend in Musik umgesetzt wie Richard Strauss in seiner Oper Salome. „Nur mein fein differenziertes Orchester mit seiner ‚Nervenkontrapunktik‘ konnte in der Schlussszene der Salome sich in Gebiete vorwagen, die nur der Musik zu erschließen vergönnt war“, unterstrich Richard Strauss die Bedeutung des stark erweiterten Instrumentariums. Mit völlig neuen Klängen und Harmonien erreichte er eine betörende Sinnlichkeit der Musik, die dem Anfang des 20. Jahrhunderts viele Künstler faszinierenden Salome-Stoff genial gerecht wird.

 

Die Form der konzertanten Oper wird in dieser Spielzeit mit Videoprojektionen um eine interessante, die Opernhandlung neu beleuchtende Dimension erweitert.

 

Text von Hedwig Lachenmann nach Oscar Wilde

UA Dresden 1905

In deutscher Sprache

Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha

 

Walter E. Gugerbauer (Musikalische Leitung)

Wolfgang Rauschning (Licht- und Videogestaltung)

Christiane Küppers (Szenische Konzeption)

Dr. Berthold Warnecke (Szenische Konzeption)

Hank Irwin Kittel (Ausstattung)

Ruth Hardt (Dramaturgie)

 

Scott MacAllister *, Robert Wörle * (Herodes)

Stéphanie Müther (Herodias)

Ruth Maria Nicolay * (Salome)

Wolfgang Newerla * (Jochanaan)

Richard Carlucci, Markus Petsch * (Narraboth)

Carolina Krogius * , Corina Krücken (Page der Herodias/Sklave)

Jörg Rathmann (1. Jude)

Vazgen Ghazaryan (1. Nazarener)

Máté Sólyom-Nagy (1. Soldat)

Jan Rouwen Hendriks (2.Soldat/Cappadozier/Nazarener)

Gonzalo Simonetti * (2.Soldat/Cappadozier/Nazarener)

Reinhard Becker, Dirk Biedritzky, Ralf Lindner, Manuel Meyer (2.-5. Jude)

* Gast

 

Weitere Aufführungen So, 24.04. l Sa, 30.04. l So, 29.05. l Sa, 04.06.2011

 

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