Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Schauspiel Graz: Shakespeares’ „Richard III.“ im Genre des Italo-Westerns Schauspiel Graz: Shakespeares’ „Richard III.“ im Genre des Italo-Westerns Schauspiel Graz:...

Schauspiel Graz: Shakespeares’ „Richard III.“ im Genre des Italo-Westerns

Premiere 6. Oktober, 19:30 Uhr.

Er ist nicht zum Helden gemacht und beschließt, von nun an den Dreckskerl zu spielen. Er hasst den Frieden, weil er nichts mit sich anzufangen weiß außer im Zweikampf.

Richard ist das Böse und kündigt sich als solches an: Er will an die Spitze der Hierarchie, die Welt regieren, und dafür wird er morden und morden lassen: Henry, George, Edward, Hastings, Buckingham, seinen letzten Vertrauten und schließlich seine Frau. Seine Skrupellosigkeit löst Angst und Anziehungskraft gleichermaßen aus. Niemand hält dagegen. Doch sein einziger Feind ist er selber - und der Lauf der Geschichte. Richmond kehrt aus dem Asyl zurück und fordert seinen Abtritt, wie es Richard vorhergesagt wurde. Das Blatt dreht sich.

 

Shakespeares Richard III. ist die Abschaffung aller politischen Moral, die Lust am Teuflischen und zugleich eine der charismatischsten Schurkenfiguren der Weltliteratur. Der junge polnische Regisseur Jan Klata setzt seinen Helden in ein Ambiente wie wir es aus Sergio Leones Italowestern kennen und bezieht ihn so auf die gegenwärtige politische Situation.

 

Regie: Jan Klata

Bühnenbild: Justyna Lagowska

Kostüme: Uta Meenen

Choreographie: Maciej PRUSAK

 

Richard: Max MAYER

George: Jan THÜMER

Edward: Daniel Doujenis

Buckingham: Franz Solar

Lady Anne: Carolin EICHHORST

Margaret: Hertha SCHELL

Hastings: Erik Göller

Mörder: Markus SCHNEIDER

Prince of Wales: Franz STROHMEIER

Tyrell/Mörder: Julian GREIS

Richmond: Jan THÜMER

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑