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Internationales Dramatiker|innenfestival im Schauspielhaus Graz

von 8. bis 13. Juni 2021

Das Internationale Dramatiker|innenfestival, organisiert von SCHAUSPIELHAUS GRAZ und DRAMA FORUM von uniT, statt. Die fünfte Festival-Ausgabe ist analog und digital und beschäftigt sich mit der Frage nach und dem Weg ins ÜBER MORGEN.

Zwei Highlights aus dem diesjährigen Programm beleuchten zum einen globale Facetten von Rassismus und der Ausbeutung ehemaliger Kolonialländer, zum anderen aber auch die Möglichkeit einer postrassistischen Zukunft.

 

Copyright: Ute Langkafel, "First Black Woman in Space 2"

FILM | DIAGONALENeben der dem Gespräch mit Expert*innen aus Film und Theater „The Earth Dies Streaming“ im Rahmen der Kooperation mit Diagonale – Festival des österreichischen Films, zeigt das Festival in der Kategorie FILM | DIAGONALE die Österreich-Premiere des Theaterfilms „Coltan-Fieber: Connecting People“ von Jan-Christoph Gockel:

Coltan-Fieber: Connecting People
Ein Theaterfilm in Koproduktion von peaches&rooster, africologneFESTIVAL, Theater im Bauturm Köln und Schauspielhaus Graz. Der Film folgt der Spur des Erzes Coltan um den gesamten Globus: Von den Minen der DR Kongo, über die Schmelzen und Fabriken in China und Malaysia, bis zu den Shops und Kund*innen auf der ganzen Welt. Im Zentrum des Theaterfilms steht die Geschichte des kongolesischen Künstlers Yves Ndagano, einem ehemaligen Kindersoldaten und Minenarbeiter einer Coltan-Mine im Osten der DR Kongo. Er sucht mittels einer Holzpuppe die Konfrontation mit der eigenen Biografie, schreibt sie um und weiter.

Bei dem vom Schauspielhaus Graz mitproduzierten Film war erneut Jan-Christoph Gockel federführend beteiligt, dessen Film- und Theaterprojekt „Die Revolution frisst ihre Kinder!“ auf der Viennale 20 seine Uraufführung erlebte.
Sa, 12. Juni, 19:30 bis 20:45 Uhr | HAUS EINS, Schauspielhaus Graz

The Earth dies Streaming?
Ein Gespräch mit Expert*innen aus Film und Theater über Theater und Kino im Digitalen Lockdown
„The Earth Dies Streaming“ – 2018 konnte der New Yorker Filmkritiker A.S. Hamrah nicht ahnen, wie gruselig zeitgemäß der Titel seiner Textsammlung zu Film und Kino im Digitalzeitalter wenig später wirken würde. Seine Annahme, wonach die Art und Weise, wie Filme gesehen werden, bedeutsam ist dafür, was gesehen wird, lässt sich erweitern: Covid-bedingt haben sich neben dem Kino auch die performativen Künste im letzten Jahr zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Damit einhergehend erscheinen altbekannte Fragestellungen von Inter- und Transmedialität in neuem Licht und die Faszination an der Übernahme von (Kultur-) Techniken des Films ins Theater (und vice versa) erfährt eine Aktualisierung. Laufen wir dabei Gefahr, das, was Theater und Kino lange Zeit ausmachte, voreilig dem digitalen Sendebewusstsein zu opfern? Haben Verfügbarkeitseuphorie und kulturindustrielle Dauerbespielung längst die feinen Unterschiede kassiert? Wo liegen die Potenziale, wo entstehen wirklich „neue“ Formen?
Sa, 12. Juni, 17:00 bis ca. 18:30 Uhr | Hotel Wiesler

THEATER | VORSTELLUNG

Die Theatermacherin Simone Dede Ayivi setzt sich in ihren Performances mit Solidarität, Widerstand und Community aus einer Schwarzen feministischen Perspektive auseinander. Mit „First Black Woman in Space“ hat sie eine Performance produziert, die nach neuen Rollenbildern sucht und gegen rassistische Zuschreibungen arbeitet. Sie gastiert als Stream im Dramatiker|innenfestival und wird über die digitale Festivalplattform drama.digital abrufbar sein.

Stream
First Black Woman in Space
Gastspiel von Simone Dede Ayivi und Team (Deutschland)
Das feministisch-afrofuturistische Stück ist der afrikanischen und afrodiasporischen Geschichte sowie der gegenwärtigen Situation von Schwarzen Frauen und Frauen of Color gewidmet und erzählt von Befreiungskämpfen und Empowerment. Die multimediale Science-Fiction-Performance wagt mittels Sound- und Videoeinspielungen den Rückblick in die Fragestellungen unserer längst vergangenen Gegenwart. Die Bühne wird zur Weltraumkulisse und das Theater zum Zukunftslabor für Performerin und Publikum – ein Raum für Utopien.
Sa, 12. Juni, 21.00 bis ca. 22.00 Uhr | Festivalplattform

Das gesamte Programm finden Sie auf der Festival-Website.

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