Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"sechsunddreissigtausend" - Installative Performance - ein Projekt der TanzSzene BW in Stuttgart"sechsunddreissigtausend" - Installative Performance - ein Projekt der..."sechsunddreissigtausend"...

"sechsunddreissigtausend" - Installative Performance - ein Projekt der TanzSzene BW in Stuttgart

Eröffnung: Freitag, 23. September 2016 um 20:00 Uhr, Württembergischer Kunstverein Stuttgart. -----

Menschen kommen zusammen, weil sie ein Interesse vereint. In der Kunst ist das meist eine Idee oder eine spezifische Fragestellung. Aber manchmal ist es auch ein ökonomisches Interesse, das eine gemeinsame Basis generiert.

 

sechsunddreißigtausend lautet die Größe, die zwischen Eva Böhmer, Susanne Kudielka, Natascha Moschini und Kaspar Wimberley eine künstlerische Verbindung geschaffen hat. Diese und der universale Begriff “Tanzerbe”, ein Überbleibsel alter Anträge und Ambitionen. Die Ausgangslage ist eine Herausforderung und spiegelt den künstlerischen Alltag zwischen Kreativität und der Notwendigkeit des Produzierens wider. Genau hier setzt sechsunddreißigtausend an und macht sich auf die Suche nach Relevanz und Stimmigkeit im Sinne des Selbsterhalts. Es entstehen Einzelstücke, die mit den Anforderungen des Marktes und die Erwartungen an das künstlerische Schaffen spielen. Hierdurch wird jedes Exponat, jede Bewegung und jede Handlung zugleich hinterfragend und selbstbezüglich.

 

sechsunddreißigtausend ist erneut ein Projekt der TanzSzene BW. Im September 2013 veranstaltete sie das dreitägige Tanzfestival TANZLOKAL, das sich mit den Pionieren und Pionierinnen des modernen Tanzes in Stuttgart sowie im damaligen Baden und Württemberg befasste. Für sechsunddreißigtausend wurde das Kernteam des Festivals erweitert: Die Dramaturgin Eva Böhmer und die Tanzexpertin Bea Kießlinger waren die Künstlerischen Leiterinnen von TANZLOKAL 2013.

 

Susanne Kudielka und Kaspar Wimberley sind international als Künstler, Produzenten und Kuratoren tätig. Sie arbeiten ortsspezifisch und interdisziplinär, koproduzieren unter anderem mit Museen, Festivals, Universitäten, NGO's und Schulen. Mit ihren Arbeiten schaffen sie Aufmerksamkeit für soziale, politische oder kulturelle Zustände und erforschen Hierarchien des Alltäglichen. Dabei entstehen außergewöhnliche Kollaborationen mit Hundebesitzern, Bäckern, Vermietern, Radfahrern, Obdachlosen oder Geflüchteten. 2011 bis 2015 entwickelten sie ARTTOURS in Stuttgart. Mit diesen alternativen Stadtführungen, die sie in ähnlicher Form auch in Österreich, England, Estland oder Südafrika realisiert haben, reagieren sie auf Veränderungen des öffentlichen Raumes und loten das Verhältnis von Bewohnern / Touristen zu ihrer Stadt aus.

 

Die Performance-Künstlerin Natascha Moschini, Kooperationsstidentiatin der Akademie Schloss Solitude, arbeitet in einem kontinuierlich fortlaufenden Prozess, der dazu einlädt, Verwandlungen zu erleben. Moschini interessiert sich für anatomische Realitäten und für die Umformulierung dieser Elemente in der körperlichen Praxis. In ihrer letzten Arbeit mama’s body is a mountain hat sie sich mit der Monstrosität und Intimität eines deformierten menschlichen Körpers auseinandergesetzt.

 

sechsunddreißigtausend ist ein Projekt der TanzSzene BW in Kooperation mit der Akademie Schloss Solitude und dem Württembergischen Kunstverein und wird gefördert vom Innovationsfonds des Landes Baden-Württemberg, Stiftung Theaterhaus Stuttgart, Stiftung LBBW.

Mehr Informationen: www.tanzszene-bw.de

 

Weitere Vorstellungen am Samstag, 24. September ab 17:00 Uhr / Sonntag, 25. September ab 11:00 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑