Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Selfies einer Utopie" - eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen - Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen "Selfies einer Utopie" - eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen -..."Selfies einer Utopie" -...

"Selfies einer Utopie" - eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen - Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Premiere 10.01.2020 um 19:30 Uhr, Burgtheater, großer Saal

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.

 

Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.

Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

Text und Regie: Nicola Bremer
Bühne: Jakob Ripp
Kostüme: Jakob Ripp

1/5 - Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
10.1.2020 mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
25.1. 2020 mit Katja Reimann, Stephan Siegfried, Alexander Höchst

2/5 - Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
31.1.2020 mit Lisa Lasch, Maja Adler, Ralph Hensel
7.2.2020 mit Erik Dolata, Lisa Lasch, Christoph Schlemmer

3/5 - Eros Ramazotti wird Influencer
6.3.2020 mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann
20.3.2020 mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang

4/5 – Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
3.4.2020 mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
2.2.2020 mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch

5/5 – Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
22.5.2020 mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
29.5.2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan

Großes Staffelfinale – Alle fünf Folgen an einem Abend – 7.6.2020 - im Burgtheater

Preis pro Person pro Vorstellung 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

Karten-Telefon 03591/584-225
Kassenöffnungszeit
Dienstag – Freitag 11:00 – 18:00

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑