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Silvester in der Wiener Staatsoper

DIE FLEDERMAUS am 31. Dezember 2005 mit Stargast

Mit der "Fledermaus" schuf der Walzerkönig Johann Strauß ein Meisterwerk das innerhalb der Gattung "Operette" seither nicht übertroffen wurde: eine geniale Musik gepaart mit einer bissig-komischen Handlung ohne jedes billige Sentiment!

Die Wiener Staatsoper präsentiert auch in diesem Jahr einen Stargast in der Silvester-Vorstellung DIE FLEDERMAUS. KS Leo Nucci wird beim Fest des Prinzen Orlofsky auftreten.

Die Handlung rankt sich um den Ball beim Prinzen Orlowsky. Zu ihm werden im 1. Akt alle handelnden Personen, mit Ausnahme Alfreds, des in Rosalinde verliebten Tenors, der kometengleich am Rande des Geschehens dahinwandelt, magnetisch hingezogen: das Stubenmädchen Adele wird, wie sie glaubt, durch ihre Schwester Ida dorthin eingeladen und muß eine rührende Geschichte von einer kranken Tante erfinden, um nach einigem Hin und Her Ausgang zu bekommen, und ihr Brotherr, der Rentier Eisenstein, wird durch seinen Freund Dr. Falke überredet, sich mit ihm bei Orlowsky zu amüsieren, statt eine Gefängnisstrafe anzutreten, die ihm wegen einer Amtsehrenbeleidigung zugemessen wurde - freilich verfolgt Dr. Falke damit seinen eigenen Plan, denn Eisenstein hat ihn einmal vor der ganzen Stadt blamiert, als er ihn nach einem Maskenball betrunken und als Fledermaus verkleidet durch die Straßen nach Hause gehen ließ. Nun sieht Falke die Gelegenheit zur Rache gekommen. Darum lädt er zum Schluß auch Eisensteins Gattin Rosalinde zum Ball ein. Diese gerät vorher noch in beträchtliche Verwirrung, als nach Eisensteins vermeintlichem Abgang in den Arrest ihr früherer Verehrer Alfred auftaucht, ihr Herz bedrängt, aber vom Gefängnisdirektor Frank an Eisensteins Stelle verhaftet wird. Frank begibt sich nach dieser Amtshandlung befriedigt zum Ball bei Orlowsky.

Dort geraten im 2. Akt alle von Dr. Falke arrangierten Verwicklungen aufs beste. Eisenstein begegnet zu seiner Verblüffung seinem Stubenmädchen Adele, die ihre Identität frech leugnet, schließt Freundschaft mit dem Gefängnisdirektor und verliebt sich schließlich in seine eigene, als ungarische Gräfin kostümierte und maskierte Gattin.

Der 3. Akt löst die Knoten wieder. Er spielt im Gefängnis, das eine dubiose Note durch den niemals nüchternen Gerichtsdiener Frosch erhält. Alle finden sich dort nach und nach ein: nach dem äußerst verkaterten Direktor Frank zunächst Adele, die einen Mäzen zur Ausbildung ihres dramatischen Talents sucht, nebst ihrer Schwester Ida, dann Eisenstein, der zu seinem Erstaunen erfährt, daß er ja bereits die ganze Nacht eingesperrt war; als auch Rosalinde erscheint und gemeinsam mit dem verhafteten Alfred eine Unterredung mit einem Notar fordert, setzt Eisenstein sich verkleidet an die Stelle des Notars Dr. Blind und kommt so hinter die Ereignisse des vergangenen Abends. Zum Glück läßt er sich schließlich überzeugen, daß auch diese ein Teil von Dr. Falkes Racheplan waren, und so geht alles gut aus, um so mehr, als Adele im Prinzen Orlowsky tatsächlich ihren Mäzen findet.

 

Nach einer Inszenierung von Otto Schenk

Bühnenbild: Günther Schneider Siemssen

Kostüme: Milena Canonero

 

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