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Staatstheater Darmstadt: "Männergesellschaft" von Edward Bond

Premiere 26. März | 20 Uhr | Kammerspiele

 

Männergesellschaft, wiemet sich, wie die meisten der Arbeiten Bonds, einem gesellschaftlich brisanten Thema und scheut dabei auch nicht das Fragen nach Moral und Verantwortung.

Eine Gesellschaft von Einzelkämpfern, die an ihrer Seite niemanden dulden – nicht mal den eigenen Sohn. In the company of men lautet der englische Originaltitel und wenn Männer „unter sich“ sind, wird mit harten Bandagen gekämpft.

 

Bond zeigt hier das Milieu einer Geschäftswelt, die von korrupten Machtinteressen bestimmt ist. Der Umgang miteinander ist in diesem patriarchalischen System von gewinnversprechender Sachlichkeit und Gefühlskälte bestimmt – jeder kämpft gegen jeden und hat nur seinen eigenen Vorteil im Blick.

 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Waffenfabrikant Oldfield senior, dem es gelungen ist, die feindliche Übernahme seiner Firma durch seinen Konkurrenten Hammond abzuwenden. Nun könnte sich auch Firmenerbe und Adoptivsohn Leonard entspannt zurücklehnen. Als ihm jedoch der Aufstieg im Familienunternehmen verweigert wird, paktiert er kurzerhand heimlich mit den Konkurrenten seines Ziehvaters. Beim Pokern um Ämter und dem Schmieden von Allianzen ist jedem jedes Mittel recht. So steht im undurchsichtigen Netz der Hierarchien, Interessen und Intrigen nicht nur die eigene Integrität auf dem Spiel…

 

Bond, der aus dem Londoner Arbeitermilieu stammt, ist einer der ersten Autoren des so genannten „Theaters der Grausamkeit“. Seit über 40 Jahren gilt der Brite in der internationalen Theaterwelt als einer der wichtigsten, engagierten zeitgenössischen Autoren.

 

Inszeniert wird Bonds Schauspiel von der Regisseurin und Leiterin des Bochumer Prinz-Regent-Theaters Sibylle Broll-Pape, die dem Darmstädter Publikum bereits durch die erfolgreiche Inszenierung Die Kassette in der Spielzeit 2008/2009 bekannt sein dürfte.

 

Inszenierung Sibylle Broll-Pape | Bühne und Kostüme Trixy Royeck

 

Mit Ulrich Cyran, Matthias Kleinert, Simon Köslich, Andreas Manz, Tilman Meyn, Harald Schneider, István Vincze

 

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