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Stadttheater Bern: Georges Bizets Oper „La jolie fille de Perth“

konzertant Premiere 8. Mai, 19.30 Uhr, Stadttheater

 

Der Schmied Smith überreicht seiner angebeteten Catherine zum Valentinstag eine vergoldete Rose als Symbol seiner Heiratsabsichten.

 

Da der Herzog ebenfalls ein Auge auf Catherine geworfen hat, jedoch gleichzeitig auch noch mit der Zigeunerin Mab liiert ist, beginnt eine turbulente Reihe von Missverständnissen. Catherine wird fälschlich der Untreue bezichtigt, flüchtet in ihrem Kummer in eine wilde Gebirgsgegend und wird wahnsinnig. Smith fordert ein Gottesurteil als Beweis für Catherines Treue. Auf dem Kampfplatz singt er noch einmal die Liebes-Serenade, woraufhin Catherine aus ihrem Wahn erwacht und alles ein gutes Ende nimmt.

 

Georges Bizet wurde 1838 in Paris geboren. Er studierte am dortigen Konservatorium Klavier, Theorie und Tonsatz, unter anderem bei Charles Gounod und François Halévy. Mit 19 Jahren gewann Bizet den Rompreis. Zurückgekehrt aus Rom arbeitete er als privater Musiklehrer, Korrepetitor und Bühnenkomponist. Als solcher konnte er bald seine ersten Opern uraufführen: 1863 „Les pêcheurs de perles“, 1867 „La jolie fille de Perth“ und 1872 „Djamileh“. Bizets Hauptwerk, die Oper „Carmen“, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée von 1846, fiel bei der Uraufführung im März 1875 durch. Erst die Wiener Aufführung im Oktober brachte den grossen Erfolg. Bizet erlebte diesen allerdings nicht mehr: Er starb im Juni 1875 an einem chronischen Hals- und Herzleiden.

 

Von Georges Bizet kennt man heute vor allem seinen Welterfolg „Carmen“. Kaum gespielt wird seine Oper „La jolie fille de Perth“, welche das Stadttheater Bern in zwei konzertanten Aufführungen nun in der Reihe wenig bekannter französischer Werke zeigt. Das Frühwerk des Komponisten wurde 1867 in Paris uraufgeführt und bedeutete für den jungen Bizet einen Achtungserfolg.

 

Die Oper „La jolie fille de Perth“ lehnt sich an die Walter-Scott-Mode der Zeit an. Der schottische Schriftsteller schrieb zahlreiche Historienromane und etablierte so das beliebte Highland-Genre. Seine Erzählung „Saint Valentine’s Day or the Fair Maid of Perth” erschien im Jahre 1828.

 

Um die Unterhaltungswirkung zu erhöhen, wurde die Vorlage in der Oper um eine der damals beliebten Wahnsinns-Szenen erweitert. Nicht fehlen durfte auch eine abenteuerliche Koloratur-Ballade, ein Zigeunertanz und eine Kavatine über die Schönheit der Natur.

 

Am Pult des Berner Symphonieorchester steht der niederländische Dirigent Vincent de Kort. In der Titelrolle als Catherine ist erstmals in Bern die Russin Elena Gorshunova, seit 2003 Ensemblemitglied am Mariinski Theater, zu hören. Aus dem Ensemble des Stadttheaters stehen Robin Adams, Carlos Esquivel, Claude Eichenberger und Andries Cloete auf der Bühne.

 

Oper in vier Akten

Konzertante Aufführung

 

Libretto von Jules Henri Vernoy Marquis de Saint-Georges und Jules Adenis

Nach dem Roman „Saint Valentine’s Day or the Fair Maid of Perth” (1828) von Sir Walter Scott

 

Uraufführung 1867 in Paris

In französischer Originalsprache

 

Musikalische Leitung Vincent de Kort

Chor Alexander Martin

 

Herzog von Rothsay Robin Adams

Henri Smith Marc Laho

Simon Glover Carlos Esquivel

Catherine Elena Gorshunova

Ralph Kristian Paul

Mab Claude Eichenberger

Ein Herr Andries Cloete

Ein Handwerker Ivaylo Ivanov

Der Haushofmeister György Antalffy

 

Chor des Stadttheaters Bern

Berner Symphonieorchester

 

 

 

 

 

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