Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Stadttheater Bern: „La Bohème” von Giacomo PucciniStadttheater Bern: „La Bohème” von Giacomo PucciniStadttheater Bern: „La...

Stadttheater Bern: „La Bohème” von Giacomo Puccini

Premiere Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr, Stadttheater

 

„La Bohème“ ist eine der bekanntesten italienischen Opern, und eines der meistgespielten Werke des Opernrepertoires. Das Libretto verfassten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Roman „Les scènes de la vie de bohème“ von Henri Murger. Die Uraufführung fand am 1. Februar 1896 im Teatro Regio in Turin unter Arturo Toscanini statt.

 

Das erste Bild spielt an einem Weihnachtsabend in einer schäbigen Mansarde in Paris, die von den Künstlern Rodolfo, Marcello, Colline und Schaunard bewohnt wird. Das zweite Bild zeigt das Café Momus im Quartier Latin, in dem ausgelassener Weihnachtstrubel herrscht. Das dritte Bild spielt an einem kalten Februarmorgen in einem Cabaret am Stadtrand von Paris. Das vierte und letzte Bild zeigt – ein halbes Jahr später – wieder die Mansarde.

 

Die Oper hat keine Ouvertüre; sie ist als durchkomponierte dramatische Grossform in vier Bildern angelegt. Text und Musik bilden eine Einheit. Das Themenmaterial ist ganz auf das szenische Geschehen abgestimmt, bei dem in kontrastreicher Gegenüberstellung lyrisch-sentimentale mit humorvollen, lebendigen Passagen abwechseln.

 

Grundlage der beispiellosen Beliebtheit der Oper sind die unsterblich schönen Melodien Puccinis. Seine detailreich und präzise die Atmosphäre der Bohemiens charakterisierende Musik ist realistisch und unsentimental. Ähnlich der Meisterschaft grosser Impressionisten in der Malerei zeigt sich hier die Fähigkeit des Komponisten, leblosen Dingen und alltäglichen Vorgängen mit musikalischen Mitteln poetisches Leben einzuhauchen.

 

Eine perfekte Mischung von Komödie und Tragödie, Humor und Pathos prägte schon die literarische Vorlage von Henri Murger, der in seinem Roman das Leben der Bohemiens mit Charme, Ironie, Unbekümmertheit und Frivolität plastisch schilderte.

 

Die Oper lenkt den Blick auf die emotionale Befindlichkeit der Figuren und schafft eine zeitlose und universale Anziehungskraft, die das Publikum fühlen lässt, dass diese jungen Menschen in jeder Stadt und zu jeder Zeit zu finden sind.

 

In Originalsprache mit deutschen Übertiteln.

 

Musikalische Leitung Srboljub Dinic

Inszenierung Mariame Clément

Bühne, Kostüme Julia Hansen

Chor Alexander Martin

Kinderchor Thomas Mattmüller

 

Mimi Tamara Alexeeva

Musetta Daniela Bruera

Rodolfo Hoyoon Chung

Marcello Robin Adams

Schaunard Gerardo Garciacano

Colline Carlos Esquivel

Parpignol Mariusz Chrzanowksi

Benoît Claudio Ottino

Alcindoro Lionel Peintre

Sergeant der Zollbeamten György Antalffy

Zollwächter Dono Donov

 

Chor und Extrachor des Stadttheaters Bern

Kinderchor der Musikschule Köniz

Berner Symphonieorchester

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑