Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Stadttheater Bremerhaven: "Die verkaufte Braut" von Bedřich SmetanaStadttheater Bremerhaven: "Die verkaufte Braut" von Bedřich SmetanaStadttheater...

Stadttheater Bremerhaven: "Die verkaufte Braut" von Bedřich Smetana

Premiere 20. April 2013 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Ein Bräutigam verkauft seine eigene Braut! Auf dieses fragwürdige Geschäft lässt sich der Bauernbursche Hans ein, um die Heiratspläne seiner zukünftigen Schwiegereltern zu durchkreuzen. Denn diese wollen ihre Tochter Marie mit Wenzel, dem reichen, aber einfältigen Sohn des Bauern Micha, verheiraten.

Maries Eltern haben Schulden bei Micha und mit der Heirat der Kinder wären diese getilgt. Was aber nur Hans weiß: Auch er ist ein Sohn Michas aus erster Ehe, den die Stiefmutter vor vielen Jahren davonjagte. Auf dieses Geheimnis baut Hans: Er „verkauft“ seine Braut an den Heiratsvermittler Kezal unter der Bedingung, dass sie kein anderer bekommt als Michas Sohn. Der Vertrag ist perfekt, zum Entsetzen von Marie, die sich von ihrem Geliebten verraten und verkauft fühlt – bis sich Hans zu erkennen gibt!

 

Smetanas «Die verkaufte Braut» von 1866 mit seiner pulsierenden und vor Lebensfreude strotzenden Musik gilt heute als die tschechische Nationaloper schlechthin. Stilecht hat der aus Mähren stammende Bühnenbildner Martin Dolnik ein böhmisches Dorf auf die Bühne des Großen Hauses gestellt. Regisseur Hinrich Horstkotte zeigt in seiner Inszenierung eine Welt, in der traditionelle Hochzeitsbräuche noch lebendig sind und Hans – durch seinen Plan, Marie für sich zu gewinnen – zum Anarchisten in der dörflichen Gemeinschaft wird.

 

Der Berliner Regisseur Hinrich Horstkotte hat bislang rund 50 Inszenierungen, meist in eigener Ausstattung, herausgebracht. So arbeitete er an den Opernhäusern in Berlin (u. a. Staatsoper Unter den Linden), Dortmund, Krefeld/Mönchengladbach, Luxemburg, Saarbrücken und an der Volksoper Wien, außerdem bei zahlreichen Festivals. Von der Zeitschrift Opernwelt wurde Hinrich Horstkotte mehrfach als Bühnen- und Kostümbildner, aber auch als Regisseur des Jahres nominiert. Er unterrichtete szenische Darstellung an der Universität der Künste, Berlin, Bühnen- und Kostümbild an der Technischen Universität Berlin und am Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden. «Die verkaufte Braut» ist seine erste Inszenierung am Stadttheater Bremerhaven.

 

Libretto von Karel Sabina

Aufführung in deutscher Sprache

 

Musikalische Leitung Stefan Veselka

Inszenierung & Kostüme Hinrich Horstkotte

Ausstattung Martin Dolnik

Choreinstudierung Ilia Bilenko

Dramaturgie Juliane Piontek

Studienleitung Hartmut Brüsch

Musikalische Einstudierung Marcin Dobrzanski,

Tonio Shiga

 

Kruschina, Bauer Peter Kubik

Kathinka, seine Frau Svetlana Smolentseva

Marie, beider Tochter Katja Bördner

Micha, Grundbesitzer Andrey Telegin

Agnes, seine Frau Kathrin Verena Bücher

Wenzel, beider Sohn Thomas Burger

Hans, Michas Sohn aus 1. Ehe Reto Raphael Rosin

Kezal, Heiratsvermittler Bart Driessen

Esmeralda, Tänzerin Franziska Krötenheerdt

Zirkusdirektor Vladimir Marinov

Muff, ein Indianer Giorgi Darbaidze

 

Opernchor, Extrachor

Städtisches Orchester Bremerhaven

 

Weitere Vorstellungen: 27. April, 8., 12., 12., 24., 26. Mai, 27. Juni

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑